Montag, 17. Dezember 2018
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1:3 gegen Dasse: Doppel-Elfer reicht Wedel nicht

Der Serienmeister marschiert weiter vorne weg, der TSV klebt weiter im Abstiegskampf: Mit 3:1 besiegte die TuS Dassendorf am Sonntagvormittag den Wedeler TSV. Trotz 3:0-Führung mussten die TuS-Kicker noch kurz zittern. Wedel-Trainer Domingo war nach Abpfiff mit der Leistung zufrieden.

Erzielte die Führung per Kopf, verliert hier den Ball: TuS-Kicker Kristof Kurczynski. Foto: KBS-Picture

Die Gäste starteten wie die Feuerwehr in die Begegnung! Gerade einmal vier Minuten waren gespielt, als Marcel von Walsleben-Schied aus dem Gewühl heraus mit der Pike abschloss und Wedel-Keeper Golombiewski das Leder parierte. Zuvor hatte Sven Möller einen Eckball herein gebracht. Und nur vier Minuten später sollte eben genau diese Variante den Erfolg für die TuS-Kicker bringen. Wieder schlug Möller den Eckball herein, diesmal stieg Kirstof Kurczynski am ersten Pfosten hoch und nickte die Pille per Kopf ins lange Eck (8.). Aber auch die Gastgeber versteckten sich nicht und suchten, lautstark vor Anpfiff angespornt von ihrem Trainer Daniel Domingo, den Weg nach vorne. Marcel Uitz schickte Marcus Richter auf die Reise, der sich fast alleine auf den Weg machte und nur noch Tobias Braun vor sich hatte. Im letzten Moment rauschte Amando Aust an der Sechzehnerkante heran und drängte den Wedel-Stürmer h ab (21.). Und auch der 180 Sekunden später folgende Eckball wurde gefährlich – Braun klärte gegen Marcus Richter im letzten Moment (24.). Kurz vor der Pause wurde es dann hektisch im Dassendorf-Strafraum. Henrik Dettmann senste im Sechzehner Christian Dirksen relativ klar um, doch die Pfeife von Referee Alexander Teuscher blieb stumm. Wedel protestierte lautstark, bekam den Elfmeter allerdings (noch) nicht. Denn stattdessen war es die Ostermann-Elf, die noch vor dem Pausentee erneut zuschlug. Maximilian Dittrich zog aus halbrechter Position ab und donnerte die Pille mit viel Kraft in die Maschen (42.). Nach der Pause änderte sich dann das Bild. Wedel hatte plötzlich mehr Zug zum Tor und den Anschluss auf dem Fuß. Marcus Richter wurde von Dominik Mahnke auf die Reise geschickt und scheiterte aus spitzem Winkel nur an dem guten Reflex von Tobias Braun (50.). Dennoch hatten die Domingo-Kicker hinten großes Glück.

Erzielte das 2:0 und legte das 3:0 für auf: Maxi Dittrich (li.) im Zweikampf. Foto: KBS-Picture

Golombiewski rauschte bei einer Rettungsaktion am Strafraum am Ball vorbei und machte so den Weg für Marcel von Walsleben-Schied frei. Dieser wurde im letzten Moment aber noch von Diaz Alvarez gestört, der den Schuss abblockt (53.). Und dennoch konnten die Grün-Weißen das 3:0 nicht verhindern, luden die Dassendorfer aber dennoch dazu ein. Maximilian Dittrich flankte von rechts in die Mitte, wo erst Rinik Carolus und dann von Marcel von Walsleben-Schied an Golombiewski scheiterten. Der Abpraller landete bei Kurczynski, der nur noch abzustauben brauchte (57.). Doch wer nun mit einer Wedel-Mannschaft gerechnet hatte, die aufgab, sah sich getäuscht. Daniel Suntic haute im Strafraum Enzo Simon um und Referee Teuscher zeigte auf den Punkt. Christian Dirksen scheiterte erst an Braun, doch beim Nachschuss wurde Simon erneut gefoult. Den zweiten Elfmeter verwandelte dann Kjell Ellerborck zum 1:3 aus Wedel-Sicht (76.). Und fast wäre noch der Anschlusstreffer gefallen. Nach einem geklärten Eckball zog Dominik Mahnke aus der Distanz ab und hämmerte das Leder nur knapp am Kreuzeck vorbei (80.). „Der erste Elfmeter muss schon rein“, ärgerte sich Wedel-Trainer Daniel Domingo nach Abpfiff mit einem leichten Grinsen auf den Lippen und fügte an: „Wir haben gegen so einen Gegner mehr als ein Tor verdient gehabt. Wir haben uns Torchancen erarbeitet, auch wenn es nicht viele waren. Die Jungs haben das heute ganz ordentlich gemacht. Wir müssen die positive Erlebnisse mit in die nächste Woche nehmen“, so Domingo, der zum Dirksen-Foul sagte: „Bei Concordia haben wir so einen Elfmeter bekommen. Ich mag nicht gegen den Schiri stänkern, aber dann verstehe ich die Regeln nicht.“ Dasse-Trainer Elard Ostermann bilanzierte: „Der Gegner stand sehr kompakt, hat es uns nicht einfach gemacht. Trotzdem war der Sieg souverän. Man ärgert sich so ein bisschen über das Gegentor. Aber mit den drei Punkten ist das okay.“

Foto: KBS-Picture

Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 19-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.