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Oddset-Pokal

25:0! „Dasse“ ballert sich in die nächste Runde

Johannes Kramer

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Beim FC Lauenburg ließ es die TuS Dassendorf in der ersten Pokalrunde ordentlich krachen. Dem Titelverteidiger gelang ein rekordverdächtiges 25:0. Vor allem Samuel Louca lief dabei heiß. Der Mittelfeldmann erzielte sogar einen Neunerpack. Mit dabei war auch Bremen-Profi Martin Harnik.

Bei gut dreizig Grad und Sonnenschein wurde für beide Teams der Pflichtspielauftakt in die neue Spielzeit eingeläutet. Da war es schon eher von Vorteil, dass der etatmäßige Rasenplatz des FCL gesperrt war. Stattdessen wurde auf dem wesentlich kleinerem Kunstrasenplatz gespielt. Was Dassendorf allerdings auch ermöglichte, das Spielgerät schneller ins Tor tragen zu können. Die Gäste legten gleich los wie die Feuerwehr und besorgten binnen der ersten Minuten bereits die Entscheidung. Eine Flanke von Finn Thomas landete über Umwege bei Sven Möller, der aus zehn Metern souverän per Dropkick verwandelte (5.). Kurz darauf stieg Neuzugang Mattia Maggio höher als alle anderen und nickte zum 0:2 ein (7.). Der Debüttreffer für den einstiegen HSV-Spieler. Zuvor noch die Vorlage gegeben, erhöhte Maxi Dittrich wenig später auf 0:3 (9.). Nach einer zwanzigminütigen Torpause zeigte sich „Dasse“ dann wieder in Torlaune.

Nägele (29.) und Louca (33.) stellten nach der zwischenzeitlichen Trinkpause auf vier und 5:0. In Minute 36 sollte es dann aber zur ersten und einzigen Offensivaktion der Gastgeber kommen. Nachdem Karikari den Ball leichtfertig verlor, wurde Lauenburg ein Freistoß auf Höhe der Strafraumlinie zugesprochen. Der resultierende Abschluss kam scharf auf das TuS-Tor doch Christian Gruhne konnte mühelos die Fäuste hochreißen. In der Folge kam es zum nächsten Dassendorfer Sturmlauf. Zweimal Louca (38.40.), dreimal Maggio (41.,42.,44.) und zweimal Dittrich (39.,43.) schraubten den Spielstand in kürzester Zeit auf 0:12. Nach dem Seitenwechsel nahm das Scheibenschießen dann seinen Lauf. Mattia Maggio stellte auf 0:13 (50.) und machte kurz darauf für Kristof Kurczynski Platz. Wenig später wurde Samuel Louca zweimal von Möller bedient und erzielte seine Treffer vier (56.) und fünf (58.). Die letzten dreizig Minuten waren dann nur noch ein einziges Torezählen. Dreimal Joker Kurczynski (59.,74.,82.), einmal Warmbier (63.), noch einmal Nägele (75.), einmal Tristan Koops (87.) und noch vier weitere Male Louca (79.,81.,88.,90.) machten letztlich das rekordverdächtige Endresultat von 25:0 perfekt. Ein Rekord auf jeden Fall für Trainer Mikro Petersen, der den fehlenden Elard Ostermann vertrat – dieser weilt aktuell beim DFB: „So hoch habe ich noch nie gewonnen. Zweistellig war schon mal dabei, aber so hoch tatsächlich nicht. Uns war klar, dass man die drei Klassen Unterschied schon sehen würde. Die Stimmung hochzuhalten, ist dann die Kunst.“

Und weiter: „Die Vorgabe war, egal wie der Gegner heißt, es bis zum Ende seriös anzugehen. Wir wollten vernünftig die Kugel laufen lassen und das wurde gut umgesetzt.“ Richtig wissen wollte es heute Samuel Louca, der insgesamt neuen Treffer erzielte: „Auf keinen Fall habe ich vorher schon mal neun Tore geschossen. Mir wurde es gerade gesagt, da habe ich selber nicht mitgezählt. Ich hatte mir nicht vorgenommen, besonders viele Tore zu schießen, aber ich wollte schon das ganze Spiel über Gas geben. Dass es dann so kommen würde, hätte ich nicht mit gerechnet.“ Das Dassendorfer Schützenfest sah übrigens auch Bundesliga-Stürmer Martin Harnik. Der gebürtige Hamburger schaute wegen seiner Verbindung zu Mattia Maggio vorbei. Für einen Plausch mit seinem vorigen Trainer war dann auch noch Zeit. „Wir haben noch einen sehr guten Draht zueinander. Wir haben bei Vier- und Marschlande noch zusammen gespielt. Der Kontakt ist eigentlich nie abgerissen“, erklärte Petersen. Bei Elbkick.TV erzählte Harnik einst, zum Ende seiner Laufbahn gerne nochmal im Hamburger Amateurbereich zu spielen. „Wieso denn nicht? Bei Werder hat er jetzt einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Danach würde das bestimmt gehen“, fügte Petersen an. Vielleicht ja sogar bei der TuS Dassendorf und in der Oberliga Hamburg.

Foto (Archivbild): KBS-Picture

Redakteur: Johannes studiert in Hamburg Sportjournalismus. Seit Frühjahr 2018 ist er bei Amateur Fussball Hamburg an Bord. Nebenbei schreibt er in Schleswig-Holstein und begleitet dort den SV Eichede und seinen Klub, den TSV Trittau.