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Oberliga Hamburg

Atug vor Comeback – „Es brennt in der Seele“

Niklas Heiden

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Triple-Meister TuS Dassendorf kann sich nach der Winterpause wohl auf einen Rückkehrer freuen. Der Langzeitverletzte Beytullah Atug, der zuletzt Anfang März auf dem Plaz stand, ist zurück im Training der Wendelwegler und könnte demnach schon bald sein Comeback bei der TuS feiern.

Seinen letzten Treffer erzielte Beytullah Atug am 27.2.2016 gegen Concordia. Foto: KBS-Picture

Seinen letzten Treffer erzielte Beytullah Atug am 27.2.2016 gegen Concordia. Foto: KBS-Picture

Rückblick: Es ist der 6.3.2016, der Niendorfer TSV hat die TuS Dassendorf zu Gast. Nach einer guten Stunde muss Beytullah Atug verletzt raus. Die Diagnose: Kreuzbandriss. Es folgt eine lange Leidenszeit für den 25-Jährigen, inklusive fast zweimonatiger Reha-Zeit in Bergedorf. „Nach der OP konnte ich erst einmal gar nichts machen. Ich war dann nur auf Krücken unterwegs und solange ich die bei mir hatte, hatte ich das Gefühl, dass ich krank bin“, schildert uns Atug die ersten Tage. „Doch ich habe die Krücken dann, in Absprache mit unserem Physiotherapeuten, nach zwei Wochen wieder in die Ecke geschmissen. Ich dürfte das Knie nur weiterhin nicht belasten“, so der 25-Jährige. „Die Verheilung anschließend war top. Ich hatte schnell die Streckung und die Beugung wieder drin. Wir haben dann mehr Krafttraining gemacht, vor allem für den Oberkörper“, erklärt uns Atug. Die Folge: Gleich sechs Kilo hat der gebürtige Hamburger zugenommen. „Ich hoffe, dass dies in Zukunft kein Hindernis ist“, scherzt der Dassendorfer, der nun schon seit einer Woche wieder am  Mannschaftstraining teilnimmt und sogar das Abschlussspiel absolviert. „Meine größte Auszeit vor dem Kreuzbandriss waren acht Wochen. Damals hatte ich mir das Innenband gerissen. Ich bin sehr stolz auf mich, dass sich die lange Zeit, immerhin fast neun Monate, ohne Fußball überstanden habe. Großes Lob da auch an meine Frau und die Familie, für die Ablenkung“, so Atug. Seit vergangener Woche steht der 25-Jährige nun wieder auf dem Trainingsplatz und beschrieb die ersten Momente: „Das Gefühl war einfach einzigartig. Ich war froh, wieder auf dem Platz zu stehen.“

Auf der Meisterfeier durfte der 25-Jährige (li.) trotzdem nicht fehlen. Foto: KBS-Picture

Auf der Meisterfeier durfte der 25-Jährige (li.) trotzdem nicht fehlen. Foto: KBS-Picture

„Die Mannschaft hat die Einheit zwar vom Inhalt her nicht so gemocht, aber mir war das einfach egal“, ergänzt der Mittelfeldspieler. Die lange Leidenszeit an der Seitenlinie hat Atug inzwischen auch fast vergessen, trotzdem war es schmerzhaft: „Einer, der sein Leben lang Fußball spielt und dann seine Mannschaft von außen anschauen muss – da brennt es in der Seele. Und es juckt in den Füßen, gerade weil wir keinen so guten Start hatten. Dann wollte man natürlich gerne helfen. Da gehen einem tausend Sachen durch den Kopf. Das war schon etwas belastend“, verrät der 25-Jährige, der ab sofort positiv in die Zukunft blicken kann: „Ich werde den Dezember durchtrainieren, damit ich dann wieder fit bin. Die Jungs können sich warm anziehen. Gesunder Konkurrenzkampf muss herrschen. Am Ende der Winterpause bin ich wieder da“, gibt sich Atug selbstsicher. Und auch in Sachen Meisterschaft nimmt der Dassendorfer kein Blatt vor den Mund: „Wir können es uns nur selber kaputt machen. Wir entscheiden, wer Meister wird. Cordi hatte bei uns überhaupt keine Chance. Aber wir lassen immer gerne die Leuten schnuppern“, scherzt Atug und fügt an: „Das ist meistens so. Wir starten eigentlich immer nicht so gut, aber am Ende sind wir einfach konstanter. Ich glaube, dass die oben eher nervös sind, als wir. Wenn wir weiterhin so gut stehen, dann werden wir da oben bleiben und auch sicher wieder Meister werden.“ Ein besonderes Lob zum Abschluss gab es für Jogi, den Physiotherapeuten: „Die Winterpause war unser Ziel. Ich habe lange mit Jogi individuell gearbeitet. Auch er hat seinen Teil dazu beigetragen, dass ich wieder da bin!“

Foto: KBS-Picture

Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.