Montag, 23. September 2019
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Aust-Ersatz Kurczynski ballert T05 weg

Die TuS Dassendorf gewinnt das Spitzenspiel gegen Teutonia 05 mit 4:2! Dabei musste „Dasse“ auf seinen Kapitän Amando Aust verzichten. Sein Ersatz, Kristof Kurczynski, ballerte im Anschluss T05 nahezu alleine weg. Für TuS-Coach Thomas Hofmann aber kein Grund, die Meisterfeier zu planen.

„Das war kein vorentscheidender Sieg zur Meisterschaft. Da ist noch alles möglich. Wir sind nicht allzu weit weg, weil wir auch noch viele Nachholspiele haben. Jetzt zu sagen, dass wir Meister sind, wäre der größte Fehler, den man machen kann“, stellte Dassendorf-Coach Thomas Hoffmann nach dem Abpfiff deutlich klar. Nur wenige Minuten zuvor hatte sich die TuS drei Punkte im Spitzenspiel gegen Teutonia 05 gesichert – mit 4:2 an der Kreuzkirche gewonnen. Dabei ging es gar nicht mal so gut los für den Meister. Michael Meyer spielte einen starken Ball aus dem Mittelfeld lang in den Sechzehner, wo Veli Sulejmani einen Tick wacher als Marcel Lenz war und zum Kopfball hoch stieg. Die Kugel rutschte über den Kopf in den rechten oberen Knick (16.). Doch die Freude bei der Titze-Equipe währte nicht lange. Nur acht Minuten später schlugen die Martens/Hoffmann-Kicker zurück. Marcel von Walsleben-Schied lief bis zur Grundlinie und bediente dann den mitgelaufenen Finn Thomas, der aus kurzer Distanz mit dem Fuß das 1:1 erzielte (24.). Und „Dasse“ machte so weiter. Ein Eckball von Joe Warmbier prallte im Sechzehner noch einmal auf und landete am zweiten Pfosten bei Marcel von Walsleben-Schied, der per Kopf zum 2:1 für die Gäste vollstreckte (31.). Die Schlussphase der ersten Halbzeit hatte es dann aber erneut ordentlich in sich.

Pascal Nägele bediente Kristof Kurczynski, der im Sechzehner alleine vor Saraka stand und den Ball in die Maschen hämmerte (38). Doch T05 steckte nicht auf und kam noch vor der Pause zum Anschluss. Jeremy Karikari verlor die Kugel vor dem eigenen Sechzehner gegen Michael Meyer und schon ging es ganz schnell. Der Ball landete bei Veli Sulejmani, der von der Sechzehnerkante die Kugel in den Giebel ballerte (42.).  Nach dem Seitenwechsel folgte dann die kalte Dusche für die Gastgeber. Maximilian Dittrich bediente mit einer schönen Flanke Kristof Kurczynski, der zum 4:2-Siegtreffer vollstreckte (56.). „Ich bin in der Hinrunde relativ wenig zum Zug gekommen, weil ich verletzt war. Zumal gab es keinen Grund, etwas zu verändern“, erklärte der zweifache Torschütze im Anschluss und fügte an: „Da sich Amando am Donnerstag einen Meniskusriss zugezogen hat, habe ich die Chance heute genutzt.“ Etwas Aberglaube war allerdings auch dabei. Kurczynski: „Die Nummer zehn steht bei mir als Trikotnummer im Vertrag. Ich sollte die bekommen, wenn ich ein halbes Jahr lang keine rote Karte bekomme. Das habe ich jetzt geschafft. Die zwei Tore mit der Nummer zehn sind dann nun die Krönung bie so einem tollen Spiel.“

Lob gab es auch von TuS-Coach Thomas Hoffmann: „Das Spiel war sehr intensiv. Die Leistung unserer Mannschaft in der Offensive war heute klasse. Nur nach dem dritten Tor hatten wir einen kleinen Hänger drin“, bilanzierte Hoffmann und ergänzte: „Der Verlust von Amando wiegt sehr schwer. Er fehlt uns in der Kabine, aber auch auf dem Platz – gerade verbal. Ich hoffe, dass wir das in den nächsten vier Wochen hinbekommen und er diese Saison noch ein paar Spiele für uns machen kann.“ T05-Coach Sören Titze hielt sich zu einer möglichen Meldung für die Regionalliga Nord weiter bedeckt. „Wir prüfen eine Regionalliga-Meldung. Solange nichts in trockenen Tüchern ist, werden wir nichts verkünden. Man muss viele Sachen im Verein regeln, mit dem NFV und dem HFV. Hinzu kommen die Sicherheitsbestimmungen. Alle diese Punkte müssen geklärt sein, bevor wir für die Regionalliga melden.“ Sportlich erklärte der 33-Jährige abschließend: „Wir sind super in die Partie gekommen, gerade wenn man durch eine Standard so früh führt. Aber man muss dann gegen so eine Mannschaft dann kompakter verteidigen. Aus den ersten zwei Chancen war Dassendorf dann eiskalt und machen die direkt. Das ist einfach eine große Qualität.“

Foto: KBS-Picture

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.