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Regionalliga Nord

Bergmann: „Unsere Spieler müssen noch Ziele haben“

Niklas Heiden

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Foto: imago images / Nordphoto

Mit Andreas Bergmann schlägt der Altonaer Fußball-Club ein neues Kapitel in seiner langen Vereinsgeschichte auf. Der Fußball-Lehrer kommt mit klaren Vorstellungen an die Griegstraße. Diese äußerte der 61-Jährige nun erstmals ausführlich nach seinem Antritt in einem Interview.

Sechs lange Jahre war Andreas Bergmann ohne festen Job im deutschen Fußball, nun meldet sich der 61-Jährige zurück. Seit wenigen Wochen ist Bergmann neuer Trainer bei Altona 93, soll den Traditionsklub von der Griegstraße in neue Gefilde führen. Großen Anteil daran, dass Bergmann nun an der Griegstraße tätig ist, hat Richard Golz. Der Ex-Profi ist Sportlicher Leiter beim AFC und überzeugte Bergmann von der neuen Aufgabe. „Ich kenne Richie schon fast seit zehn Jahren und wir haben schon bei einem Start-Up, bei dem ich bis heute Sportlicher Leiter bin, zusammengearbeitet. Wir haben immer gesagt, dass wenn wir eine spannende Aufgabe finden, wir nochmal etwas umsetzen wollen“, berichtet Bergmann nun erstmals bei „Elbkick.TV“ und fügt an: „Dann kam es, dass er hier Sportlicher Leiter geworden ist und ich finde die Aufgabe sehr spannend. Der Verein hat vor neue Wege zu gehen. Das bedeutet nicht, dass man alles umwirft, sondern mit unserer Erfahrung etwas aufzubauen und zu entwickeln. Das hat mich sehr gereizt.“ Die Regionalliga ist für Bergmann nicht ganz unbekannt. Der Fußball-Lehrer arbeitete bereits früher auf diesem Niveau. „Ich war lange Jahre Cheftrainer, war aber auch lange Jahre NLZ-Leiter. Ich habe dort auch die U23 gemacht und kenne die Regionalliga deshalb auch ganz gut“, stellt Bergmann fest und fügt zum Ablauf der nächsten Wochen an: „Ich werde, auch wenn wir abends trainieren, das unter professionellen Bedingungen machen. Natürlich werden die Rahmenbedingungen dabei berücksichtigt, aber wir wollen gerade Spieler haben, die noch Ziele und Ambitionen haben.“

Transfers gestalten sich schwierig – Lobende Worte für Wachter

Allerdings macht die Corona-Pandemie die Zusammenstellung eines neuen Kaders keineswegs einfacher. Hinzu kommt die Ungewissheit, wann überhaupt wieder gespielt werden kann. Dieses Problem sieht auch Bergmann. „Die Zeit ist besonders, besonders schwer. Es ist auch schwer, den Spielern gerecht zu werden, weil man sie im Wettbewerb gar nicht sehen kann. Das ist nicht so einfach, deshalb versuchen wir viele Informationen zu bekommen“, berichtet der AFC-Coach und skizziert derweil seine Anforderungen an einen potenziellen Neuzugang. „Die Spieler müssen noch Ziele haben. Wir haben in Hamburg zwei große Vereine, wo nicht immer alle Spieler den Sprung aus einem NLZ zu den Profis schaffen. Die Jungs bekommen bei uns die Chance, sich zu zeigen. Das gilt aber auch für Spieler, die in der Oberliga gezeigt haben, dass sie es können und Ambitionen haben. Das ist eine große Herausforderung. Wir werden aber dennoch versuchen, auch den Nachwuchs zu unterstützen“, ergänzt der 61-Jährige, der sich bereits ein Ziel gesetzt hat. „Ich bin hier, weil es mag, etwas zu bewegen und zu fördern. Ich möchte, dass die Mannschaft einen Schritt macht, aber auch die Spieler selbst. Das ist eine große Motivation. Ich hoffe das das reicht, um sich in der Regionalliga zu etablieren.“ Helfen dabei könnte sicherlich die Torgefahr von Stürmer Jeremy Wachter, der vom TuS Osdorf zum AFC wechseln soll. Bergmann lobte zwar die Torquote des TuS-Stürmers, hielt sich ansonsten aber eher bedeckt. „Dazu kann ich gar nichts sagen, weil das Dinge sind, die noch nicht vollzogen sind. Eine deutliche Sprache spricht, was er geleistet hat, aber ich habe ihn noch nicht einmal auf dem Platz gesehen. Von daher fällt es mir sehr schwer, ihn gerecht zu beurteilen“, so Bergmann über den Stürmer (25 Tore in 23 Spielen).

Mit der Fan-Unterstützung soll der Klassenerhalt gelingen

Doch auch mit Wachter wird die Aufgabe Klassenerhalt alles andere als leicht, zumal mit Tobias Grubba und Marco Schultz zwei weitere Stammspieler den Verein verlassen haben. Lobend erwähnt hat Bergmann zudem die Fanszene des AFC. „Ich weiß, dass es beim AFC eine tolle Fanszene gibt, mit viel Unterstützung. Das macht es natürlich zusätzlich reizvoll, dass wir vor so vielen Fans spielen können“, so der neue 93-Trainer, der ein ganz klares Ziel mit seiner neuen Mannschaft hat. Auf die Frage hin, wann er die Saison als erfolgreich einstufen würde, entgegnete Bergmann: „Wenn ich sagen kann, dass die Mannschaft und jeder einzelne versucht hat, alles herauszuholen. Dann werden wir sehen, wo wir uns wiederfinden. Im Nachgang zu sehen, dass wir nicht alles getan haben, würde mich sehr ärgern.“

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.