Freitag, 21. September 2018
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Dasse fast Meister – Tholen-„Mission completed“

Die TuS Dassendorf schlug den HSV Barmbek-Uhlenhorst vor 148 Fans verdient mit 3:0. Neben dem frühen 35-Meter-Treffer von Sven Möller brannte sich noch ein weiteres Bild in das Gedächtnis. Denn: Für Dassendorf-Schlussmann Andre Tholen war es vorerst der letzte Einsatz im TuS-Trikot.

Es war die Szene in der ersten Halbzeit: Mazlum Oguz spielte die Kugel nach 13 Minuten Sven Möller in die Füße, der aus 35 Metern blitzschnell abzog und die Kugel über BU-Keeper Kaspars Plendiskis hinweg in den Maschen versenkte. „Den macht Mölli super und Kaspers kann man da keinen Vorwurf machen. Den darf Mazlum natürlich so nicht spielen“, ärgerte sich BU-Coach Frank Pieper im Anschluss, denn nur drei Minuten später war die Partie nahezu schon entschieden. Nach einem Möller-Eckball stieg Joe Warmbier zum Kopfball hoch und prüfte Plendiskis, der die Pille aber nicht festhalten konnte. Marcel von Walsleben-Schied staubte aus kurzer Distanz zum 2:0 für die Martens-Schüler ab (16.). „Die Standardtore sind kein Zufall, dass ist Hoffis Steckenpferd. Das war mindestens Tor Nummer zehn oder elf nach einem Einwurf“, freute sich „Dasse“-Trainer Peter Martens über das 3:0. Denn: Pascal Nägele schleuderte einen Einwurf nach etwas mehr als einer halben Stunde weit in den Sechzehner, wo Joe Warmbier den Ball zusätzlich mit dem Hinterkopf verlängerte. Maximilian Dittrich lief am zweiten Pfosten ein und musste nur noch seinen Schädel hinhalten (34.). „Wir hatten uns etwas vorgenommen für das Spiel, haben das leider nicht auf den Teller bekommen. Wir hatten in der ersten Hälfte Abstimmungsprobleme in der Dreierkette, haben nach vorne nicht hinter die Kette gespielt“, fügte Pieper nach Abpfiff an. Dennoch meldeten sich auch die Gäste gefährlich vor dem Gastgeber-Gehäuse: Nach einem Schluchtmann-Eckball nickte Ivan Sa Borges Dju die Pille nur gegen den Querbalken (37.). Danach ging es für beide Teams zurück in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel schaltete Dasse einen Gang zurück, sehr zum Ärger von Trainer Peter Martens. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann aber komplett unsere Linie verloren, hatten viel zu viele Kontakte. Deshalb sind wir nicht mehr wirklich gefährlich geworden“, erklärte der 60-Jährige. BU kam somit mehr und mehr zu Torchancen. Möller verlängerte einen Lipke-Eckball unfreiwillig mit dem Kopf und bediente so Ivan Sa Borges Dju, der aus kurzer Distanz abzog. Dettmann stand auf der Linie und konnte im letzten Moment klären (68.). Und auch Cedric Stoppel zielte sechs Minuten später zu genau, verfehlte nur knapp den Einschlag (74.). In der Schlussphase raffte sich Dasse dann erneut auf, scheiterte allerdings gleich dreifach an den glänzenden Paraden von Kaspers Plendiskis, der seine Farben vor eine höheren Pleite bewahrte. „Ich habe dem Team vorher gesagt, dass BU 36 Punkte von uns entfernt ist. Das wollten wir auch auf dem Platz zeigen“, gab Martens nach Abpfiff einen Einblick in seinen Matchplan und fügte an: „In der ersten Halbzeit war das großenteils so, dass war sehr ansprechend.“ Versöhnliche Worte fand der 60-Jährige dann noch für Andre Tholen. Denn: Der ehemalige Barmbeker hat seine Mission am Wendelweg vollendet. Tholen war als Gruhne-Ersatz (Sperre) im Winter zum Serienmeister gewechselt, hatte seine aktive Karriere eigentlich bereits beendet. Martens: „Andre hat uns in einer Phase größter Schwierigkeiten sehr geholfen. Er hat sehr viel investiert, um uns auf der Patsche zu helfen. Sein ganzer Auftritt hier verdient großen Respekt.“ Schlussmann Tholen selbst fügte abschließend scherzend an: „So einen Zacken werde ich mir nun schon an die Brust kleben. Ein bisschen habe ich auch dazu beigetragen. Es müsste schon etwas ziemlich besonderes dazwischen kommen, wenn wir nicht Meister werden.“

Foto: KBS-Picture

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 19-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.