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Oberliga Hamburg

Hacken-Harnik und Meiterschale: Dasse stürmt nach oben

Niklas Heiden

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Foto: KBS-Picture

Die Tabellenspitze zurück erobert und die Meisterschale aus der vergangenen Saison entgegen genommen: Die TuS Dassendorf hatte am Samstag gegen Concordia allen Grund zum Feiern. Mit 4:0 gewann die Richter-Elf und feierte zugleich die Tor-Premiere von Ex-Profi Martin Harnik.

Die Vorzeichen hätten am Samstag am Wendelweg kaum besser sein können. Platz eins gegen drei und das Startelf-Debüt von Ex-Profi Martin Harnik – das Oberliga-Topspiel hatte schon vor Anpfiff einiges zu bieten. Selbst „Radio Bremen“, die „SportBild“ und „11Freunde“ waren vor Ort, um das zweite Harnik-Spiel live zu verfolgen. Zuerst sahen die 300 zugelassenen Zuschauer in Dassendorf allerdings kaum etwas vom Neuzugang, denn die Begegnung brauchte etwas an Anlaufzeit. Die erste Chance hatten dann zunächst die Gäste aus Jenfeld. Nachdem Agdan den Ball an der Linie entlang spielte, verschätzte sich Kerim Carolus und machte so den Weg für Michel Netzbandt frei und dieser tauchte dann alleine vor „Dasse“-Keeper Julian Barkmann auf. Der Schlussmann blieb Sieger, konnte die Szene entschärfen (15.). Die erste echte Chance hatten die Hausherren erst nach über zwanzig Minuten. Dann spielte Mattia Maggio einen tollen Pass auf Maximilian Dittrich, der wiederum Len-Aike Strömer in Szene setzte. Dieser wurde erst im letzten Moment von Clifford Aniteye geblockt (23.). Die Gastgeber waren nun aktiver und ließen die nächste gute Gelegenheit liegen. Nach einem Eckball von Sven Möller konnte Tim Burgemeister den Ball nicht richtig klären, aus dem Rückraum rauschte Dittrich heran und verfehlte nur knapp (35.). In der Schlussphase des ersten Durchgangs nahm die Begegnung dann erneut Fahrt auf. Erst war es Maggio, der wie wenige Minuten zuvor Dittrich nur knapp die TuS-Führung verpasste (40.), dann probierte es Umut Kocin nach guter Kombination für die Gäste aus der Distanz und zwang Barkmann so zu einer Flugeinlage (42.). Der zweite Durchgang begann dann so, wie die ersten 45 Minuten endeten.

Martin Harnik brachte den Ball bei seinem zweiten „Dasse“-Einsatz mit der Hacke ins Netz. Foto: KBS-Picture

Martin Harnik trifft per Hacke – Cordi vergibt gute Chancen

Acht Minuten war die Partie wieder angepfiffen, da zappelte der Ball zum ersten Mal im Netz. Eine Möller-Ecke bekam Cordi nicht geklärt, das Leder landete im Rückraum bei Strömer und dieser zog ab. Sein misslungener Schuss wurde zur Vorlage für Martin Harnik, der mit dem Rücken zum Tor per Hacke für die Richter-Equipe vollstreckte (53.). Die Führung für Dassendorf, die beinahe nur kurz Bestand gehabt hätte. Denn: Zehn Minuten später hatte die Pieper-Elf den Ausgleich auf dem Kopf. Nach einer Flanke von Damian Ilic stand Netzbandt im „Dasse“-Strafraum völlig blank und setzte seinen Kopfball freistehend fahrlässig über den Kasten (63.). Cordi blieb in der Folge zwar leicht aktiver, konnte allerdings keine weiteren größeren Chancen verbuchen. Und die Hausherren? Machten eine knappe Viertelstunde vor Ultimo den Deckel drauf. Harnik legte die Kugel links raus zu Dittrich, dieser zog in die Mitte und vollstreckte aus zentraler Position zum 2:0 (77.). Dassendorf drehte in der Schlussphase auf und Cordi kam nicht mehr so richtig hinterher. Maggio wurde von Möller auf die Reise geschickt, dieser zog den Sprint an und chipte die Kugel im Anschluss über Burgemeister hinweg ins Netz (85.). Beendet wurde die Begegnung dann sogar noch mit dem vierten Treffer der Hausherren, den Sven Möller quasi mit dem Schlusspfiff markierte (90.). Im Anschluss bekam die TuS dann von HFV-Präsident Dirk Fischer noch die Meisterschale aus dem letzten Jahr überreicht. Wegen Corona wurde diese damals verschoben.

Nach dem Spiel bekam Dassendorf die Meisterschale für die abgebrochenen Saison 2019/20 überreicht. Foto: KBS-Picture

Trainer sehen ausgeglichenes Duell – Harnik erfreut über Tor

„Ich wusste nicht genau, ob es Abseits war oder nicht. Ich war dann aber auch schnell in der Traube“, bilanzierte Harnik nach Spielende und fügte an: „Wir haben uns ein bisschen schwergetan, den letzten Ball an den Mann zu bringen. Das Tor nach der Halbzeit war für uns ein Brustlöser. Hinten heraus war das Ergebnis dann vielleicht ein Tor zu viel“, so Harnik weiter. „Beim 1:0 nutzen wir brillant die Chance nach einem zweiten Ball, wo uns Harnik mit der Hacke in Führung bringt. Danach haben wir deutlich mehr Räume bekommen. Wir hätten uns heute über ein oder mehrere Gegentore aber nicht beschweren können“, meinte TuS-Trainer Jean-Pierre Richter trotz des Sieges und ergänzte: „Das 4:0 spiegelt nicht den Spielverlauf und die gute Qualität des Spiels wider, es war ein Top-Oberligaspiel mit zwei absolut starken Mannschaften. Bei uns fielen viermal die Treffer auf der richtigen Seite.“ Ähnlich argumentierte auch Cordi-Coach Frank Pieper nach dem Abpfiff. „Wir haben hier über 75 Minuten eine tolle Leistung auf den Platz gebracht. 0:4 ist natürlich deutlich zu hoch, hier wäre heute alles drin gewesen. Von einem 5:4 für uns, über 4:4, 4:3 – oder wie wir gesehen haben 4:0“, so Pieper, der ergänzte: „Doch leider waren wir sehr fahrlässig mit unseren Torchancen. Das ist das, was ich meiner Mannschaft ein bisschen vorwerfen kann, ansonsten hat sie es taktisch hervorragend gespielt“, so Pieper, der abschließend anfügte: „Es war ein sehr gutes Oberligaspiel. Ich hätte mir nur gerne mehr Tore von uns gewünscht.“

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.