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Bundesliga

Hinterseer donnert HSV an die Spitze

Niklas Heiden

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Der HSV grüßt vom Platz an der Sonne: Vor 41.737 Fans siegten die Rothosen am Freitagabend mit 1:0 gegen den VfL Bochum. Ausgerechnet Stürmer Lukas Hinterseer erzielte den goldenen Treffer des Tages. Dieter Hecking war nach dem Abpfiff mit der Leistung aber alles andere als zufrieden.

Eine Jatta-Fahne im Block: Auch die HSV-Fans setzen vor Anpfiff ein Zeichen. Foto: KBS-Picture

Erneut setzte HSV-Trainer Dieter Hecking schon vor dem Anpfiff ein klares Zeichen. Trotz einer Anhörung beim Deutschen Fußball-Bund am Donnerstag stand Bakery Jatta gegen den VfL Bochum von Beginn an in der Startelf. Die erste dicke Gelegenheit des Spiels hatten aber die Gäste aus Bochum. Gideon Jung vertändelte das Leder leichtfertig gegen Sebastian Maier, sodass Anthony Losilla Silvere Ganvoula auf die Reise schicken konnte. Dieser zündete den Turbo, tauchte alleine vor HSV-Schlussmann Daniel Heuer Fernandes auf und konnte erst im letzten Moment von Rick van Drongelen gestoppt werden (10.). Und die Hamburger? Zeigten bis auf zwei Eckbälle und einen schlecht ausgespielten Konter nicht viel, fanden kaum eine Lücke in der dicht gestaffelten Bochum-Abwehr. Und so war es wenig verwunderlich, dass die Rothosen ihre erste dicke Chance nach einem Standard verbuchten. Ein Eckball der Hausherren wurde in den Rückraum geklärt, wo Tim Leibold wartete und aus der Distanz abzog. VfL-Keeper Riemann konnte das Leder nur nach vorne klatschen lassen, wo Jeremy Dudziak heranrauschte. Doch der Bochum-Torwart machte sich ganz breit und rettete zur Ecke (28.). Mehr brachten die Hamburger dann aber nicht mehr auf den grünen Rasen. Symbolisch für den ersten Durchgang war dabei der Abschluss von David Kinsombi, der das Leder nach einem guten Dribbling Richtung Gästeblock donnerte (43.). Kurz darauf ging es für beide Teams zurück in die Kabinen. Aber auch nach dem Seitenwechsel blieben Torchancen aus.

Eine echte Glanztat: Riemann rettet hier sensa-tionell gegen Jeremy Dudziak. Foto: KBS-Picture

Die Hecking-Elf nutzte den Ballbesitzvorteil kaum, verlor meistens im letzten Drittel zu einfach die Bälle. Und die Bochumer machten meistens viel zu wenig aus den wenigen aber guten Kontersituationen. Besser wurde es erst nach einer knappen Stunde. Da legte Sonny Kittel David Kinsombi das Leder an der Kante zum Strafraum auf, dieser setzte seinen Abschluss aber über den Querbalken (59.). Besser machten es die Rothosen dann nur 60 Sekunden später. Nach einem bereits vom VfL geklärten Eckball machte Leibold das Leder noch einmal scharf und spielte den Ball von der Grundlinie in den Rückraum. Dort wartete Lukas Hinterseer, der die Murmel sehenswert in den linken oberen Giebel donnerte (60.). Die Rothosen wirkten in der Folge deutlich befreit und wollen nun mehr. So flogen die Bälle immer wieder scharf von den Außenbahnen in die Mitte, doch wirklich gefährlich wurde es dabei nicht. Brenzlig wurde es dafür im eigenen Sechzehner, nachdem Keeper Heuer Fernandes in den Schlussminuten gleich zwei Mal nicht wirklich sattelfest wirkte. Am Ende retteten die Gastgeber den insgesamt verdienten Dreier aber über die Zeit. „Das gehört zu der Geschichte dazu, dass Luki als Ex-Bochumer das Tor gemacht. Ich freue mich mega für ihn und für uns, dass wir gewonnen haben“, zeigte sich Jan Gyamerah nach Abpfiff erfreut.

Holte sich zwar drei Punkte, war aber sonst nicht zufrieden: Dieter Hecking. Foto: KBS-Picture

„Vor dem Spiel war es schon merkwürdig, ich war schon angespannt. Man will unbedingt gewinnen, aber man freut sich auch alle wieder zu sehen“, so Gyamerah, der erst im Sommer aus Bochum an die Elbe wechselte. Torschütze Lukas Hinterseer bilanzierte kurz darauf selbst: „Es war ein gutes Spiel. Es ist schön, dass wir die drei Punkte geholt haben. Ich habe schon vor zwei Tagen gesagt, dass es mir egal ist, wer die Tore schießt. Hauptsache wir haben die drei Punkte. Aber für mich als Stürmer ist es natürlich schön“, so der goldene Torschütze, der ergänzte: „Der erste Kontakt in der Box ist auch eine Stärke von mir. Uns interessiert aber nicht, ob wir jetzt Tabellenführer sind. Es zählt nur das nächste Spiel und da wollen wir auch wieder drei Punkte holen.“ Sportchef Michael Mutzel löste derweil das Rätsel um den fehlenden Khaled Narey auf. „Khaled ist im Kreissaal. Er und seine Frau erwarten ein Kind. Er hat uns morgens informiert. Ich hoffe, dass er dann ab morgen über den Platz fliegt“, fügte Mutzel schmunzelnd an. HSV-Trainer Dieter Hecking mahnte trotz des Dreiers: „Ich war überhaupt nicht einverstanden mit der ersten Halbzeit. Damit war ich überhaupt nicht einverstanden. Das hat mich richtig geärgert. Ich war nicht zufrieden“, so Hecking, der abschließend anfügte: „In der zweiten Halbzeit war es dann besser, aber noch nicht gänzlich zufriedenstellend. Ich bin aber zufrieden mit den sieben Punkten, ich bin auch mit dem Saisonstart zufrieden. Dennoch gibt es aus meiner Sicht heute mehr zu kritisieren, als zu loben.“

Foto: KBS-Picture

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.