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Oberliga Hamburg

Martens: „Waren noch nie so schlecht“

Niklas Heiden

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283 Zuschauer sahen Fußball-Magerkost statt Oberliga-Topspiel: Am Freitagabend siegte der TuS Dassendorf mit 1:0 beim SC Victoria Hamburg. Pascal Nägele schoss den Serienmeister zum ersten Hoheluft-Sieg der Geschichte. Trotzdem gab es deutliche Worte von Peter Martens nach Abpfiff.

„Das hocherfreuliche heute für uns ist, dass wir 1:0 gewonnen haben. Aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir fußballerisch mal so schlecht waren wie heute“, bilanzierte Dassendorf-Coach die Partie nach Abpfiff und traf es damit voll auf den Punkt. Denn den einzigen wirklichen Höhepunkt in der Partie feierten die Gäste vom Wendelweg nach nicht einmal 120 Sekunden. Rinik Carolus flankte von der linken Außenbahn auf den zweiten Pfosten, wo Pascal Nägele den Ball mit der Brust annahm und dann flach im langen Eck versenkte (2.). Vicky versuchte in der Folge zwar schnell zu antworten, doch ein Schuhmann-Kopfball konnte Stanislaw Lenz im TuS-Kasten nicht überwinden (8.). Aber auch auf der Gegenseite stand der Schlussmann sicher: Nach etwas mehr als einer Viertelstunde rettete Dennis Lohmann mit einem starken Reflex gegen Sven Möller (16.). Mehr tat sich in der gesamten Partie nicht, lediglich Tom Wohlers probierte es nach dem Seitenwechsel noch einmal aus spitzem Winkel (54.). „Wenn man im Stadion Hoheluft gewinnen will, dann muss man uns am Limit schlagen. Das hat Dassendorf heute gemacht. Ich glaube aber auch, dass mehr Optionen als null Punkte für uns da waren“, erklärte SCV-Trainer Jean-Pierre Richter und fügte an: „Ich sehe es als großes Kompliment, dass Dassendorf mit so viel Qualität im Team, nicht mit dem Spiel zufrieden ist. Wir haben heute alle Möglichkeiten ausgeschöpft.“

Und weiter: „Ich bin wahnsinnig stolz auf die Mannschaft, dass wir trotz der verletzten Spieler, 88 Minuten lang Dassendorf Paroli geboten haben.  Wir ärgern uns jetzt, wissen aber auch wo wir ansetzen müssen. Ich glaube nicht, dass es am Matchplan lag, sondern eher an den Umständen, mit denen wir zu kämpfen hatten.“ Denn Richter fehlte im Aufgebot neben Len-Aike Strömer und Yannick Petzschke auch Mirco Bergmann. Besonders aus „Dasse“-Sicht: Für den Serienmeister ist es der erste Sieg an der Hoheluft der Historie. „Kämpferisch war es hervorragend, aber insgesamt war es kein gutes Spiel von uns. Aber so ein dreckiges 1:0 tut uns sicherlich auch mal ganz gut. Es sind sehr unüblich viele Bälle lang geschlagen worden, was vielleicht auch an dem starken Wind lag“, so Martens, der anfügte: „Es ist nicht die Kernkompetenz beider Mannschaften, so Fußball zu spielen. Auch deshalb war es sicherlich nicht das ansehnliche Spiel, was sich die Zuschauer gewünscht haben“, erklärte der 59-Jährige und ergänzte abschließend: „Ich wäre nicht weniger zufrieden, wenn es der sechste Sieg bei Vicky gewesen wäre. Aber wir freuen uns natürlich trotzdem über den Sieg. Zuletzt ist es uns nicht oft gelungen, zu null zu spielen. Es ist uns aktuell sehr wichtig, mal wieder die Null zu halten. Wir haben hinten sehr gut gearbeitet.“

Foto (Archivbild): KBS-Picture

Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.