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Regionalliga Nord

Mit dem nötigen Willen: Altona holt Punkt in irrem Regiospiel

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Altona, Dennis Rosin
Foto: KBS-Picture

Punkteteilung in einem irren Regionalligaspiel zwischen dem FC Eintracht Norderstedt und Altona 93. Am Ende konnten die Bergmann-Kicker ihren ersten Punkt in der aktuellen Saison bejubeln. Bei EN hingegen haderte man mit einer Referee-Entscheidung in der Schlussminute.

Das große Wiedersehen auf dem Platz blieb aus. Gerade einmal 24 Stunden vor dem Anpfiff der Begegnung zwischen dem FC Eintracht Norderstedt und Altona 93 wurde bekannt, dass Aladji Barrie von der Griegstraße ins Edmund-Plambeck-Stadion wechseln wird. Im Spiel gegen die ehemaligen Kollegen fehlte Barrie dann allerdings, drehte vor dem Spiel nur einsam Runden über den Platz. Sportlich begann die Partie nur wenige Minuten später dann direkt sehr schwungvoll. Keine 12o Sekunden waren gespielt, da wurden die Hausherren zum ersten Mal gefährlich. Von der linken Außenbahn schlug Elias Saad den Ball einfach mal in die Box und dort verpasste Jan Lüneburg nur um Haaresbereite den Ball (2.). Aber auch die Gäste aus Altona meldeten sich früh vor dem Tor der Martens-Elf an, wenn auch mit etwas Unterstützung der Garstedter. Kangmin Choi spielte das Leder zu weit zurück, setzte damit Dominik Akyol in Szene und dieser lief Hamajak Bojadgian davon. Vor dem Kasten versagten dem AFC-Stürmer aber die Nerven. Sein Chip flog deutlich über den Kasten (4.). In der Folge waren es dann vor allem die Norderstedter, die das Tempo in der Partie vorgaben. Gerade einmal sieben Minuten war die Partie alt, als Elias Saad von halblinks den Einschlag nur knapp verpasste (7.). Vier Minuten später zappelte der Ball dann im Netz und Norderstedt jubelte über die verdiente Führung. Einen Eckball von Philipp Koch wurde von Jan Lüneburg in den Rückraum verlängert, wo der Ball halblinks bei Rico Bork landete und dieser direkt abzog. Sein Schuss schepperte in den linken Giebel (12.). Wer nun einen Sturmlauf der Hausherren erwartet hatte, wurde aber enttäuscht. Es waren eher die Bergmann-Schüler, die sich mehr in die Offensive trauten. Nach knapp einer halben Stunde hätte es dann sogar Elfmeter für den AFC geben müssen, doch Referee Christopher Horn ließ ein deutliches Handspiel von Bojadgian ungeahndet (25.).

Dominik Akyol

Die Hammer-Szene direkt zu Spielbeginn: Dominik Akyol setzt seinen Chipball über den Pfosten. Foto: KBS-Picture

Bombek trifft per Kopf – Saad bekommt späten Elfmeter nicht

Und obwohl Norderstedt nur kurz darauf in Person von Kangmin Choi (32.) und Elias Saad (35.) zwei weitere dicke Gelegenheiten liegen ließ, war die Führung aus EN-Sicht eher schmeichelhaft. Denn: Altona spielte richtig gut mit und hätte ebenso treffen können. Ole Wohlers verlagerte das Spiel auf rechts zu Peer Mahncke, der den Ball dann an den Elfmeterpunkt chipte. Dort lief Andre Wallenborn ein und setzte den Kopfball nur Zentimeter drüber (36.). Mit der durch die guten AFC-Chancen eher schmeichelhaften Führung für Norderstedt ging es dann auch wieder in die Kabinen. In den zweiten Durchgang erwischte dann der AFC den besseren Start. Sieben Minuten nach Wiederbeginn war es Ole Wohlers, der nach Akyol-Zuspiel aber nur das Außennetz traf (52.). Auf der Gegenseite war es dann erneut Saad, der von außen in die Mitte zog, seinen Abschluss aber wieder deutlich neben dem Tor platzierte (55.). Und so lebte die Begegnung in der Folge lange Zeit von der Spannung durch die knappe EN-Führung, wobei der AFC das aktivere Team war. Und so kam sie doch noch, die eine Aktion, auf die das Bergmann-Team so lange gewartet hatte. Der AFC führte eine Ecke kurz aus, Andre Wallenborn brachte die Kugel in die Mitte und am zweiten Pfosten stand Hendrik Bombek völlig blank, setzte seinen Kopfball per Bogenlampe in die andere Ecke (70.). Der nicht unverdiente Ausgleich für den AFC, hatten die Griegstraßler trotz der vielen EN-Chancen alles in das Spiel investiert. In der Schlussphase wurde es dann noch einmal richtig dramatisch, immerhin drückten beide Teams auf den Siegtreffer. Gleich doppelt hatte Norderstedt in den Schlussminuten die Chance auf den Lucky-Punch, wurde zuerst aber in Person von Behounek geblockt (90.) und bekam dann einen wohl klaren Elfmeter, nach Einsatz von Wallenborn gegen Saad im Strafraum, nicht (90.+2). Der Elfer blieb auch nach Abpfiff das große Thema.

Hendrik Bombek, Kangmin Choi

Hendrik Bombek (re.) blockt hier den Schuss von Kangmin Choi, erzielte später per Kopf den Ausgleich. Foto: KBS-Picture

AFC-Verteidiger Wallenborn: „Das war eine 50:50-Situation“

„Es ging hin und her. Die ersten 15 Minuten waren von uns richtig gut, verpassen es aber wieder ein Tor mehr zu machen. Am Ende hat Altona ganz ordentlich gespielt, aber wir müssen das Spiel deutlich früher unter Kontrolle bekommen“, bilanzierte EN-Stürmer Jan Lüneburg nach Spielende und fügte zum vermeintlichen Elfmeter an: „Elias hat gesagt, dass er einen Kontakt gespürt hat. Ich weiß es tatsächlich nicht“, so Lüneburg weiter. Für eine Erleuchtung sorgte hingegen AFC-Verteidiger Andre Wallenborn, der sie Szene als 50:50-Elfer beschrieb. „Es war der erste Punkt in der Saison. Der ist wichtig für die Mentalität, für den Kopf. Jeder hat gesehen, dass der Punkt hochverdient war. Mit dem Punkt sind wir sehr zufrieden“, so Wallenborn, der anfügte: „Das passt zur ganzen Linie des Schiedsrichters heute. Er hat die ganzen 50:50-Duelle nicht gepfiffen und das war genauso eine Aktion. Er hakt sich ein und ich falle über ihn drüber. Derjenige hat zuvor auch zwei Mal Elfmeter gefordert. Vielleicht hatte der Schiri das noch im Kopf.“ Das Fazit von EN-Trainer Jens Martens fiel hingegen kurz und knapp aus. „Ich weiß gar nicht, wie man das anders sehen kann. Der läuft alleine auf den Torwart zu und wird runter gedrückt. Er hat sich einfach nicht getraut, den Elfer zu haben“, so Martens, der ergänzte: „Es war ein Kampfspiel, Altona hat es gut gemacht. Wir haben nach der ersten Viertelstunde echt abgebaut. Altona hat sich dann richtig reingekämpft in das Spiel, das haben sie gut gemacht.“ AFC-Trainer Andreas Bergmann zeigte sich nach Spielende, wenig überraschend, mehr als zufrieden. „Unter dem Strich bin ich sehr zufrieden“, bilanzierte Bergmann und fügte abschließend an: „Die ganze Mannschaft hat es gut gemacht. Wir hätten es vielleicht sogar verdient, dass 2:1 zu machen. Wäre am Schluss noch der Elfer gegeben worden, wäre das einfach nicht verdient gewesen. Ich glaube, dann wäre ich jetzt immer noch an der Trainerbank.“

Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.