Mittwoch, 19. Dezember 2018
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Nur 1:1: HSV II verzockt sich gegen Oldenburg

Nur ein Punkt trotz Führung: Die Hamburger SV U21 trennte sich am Sonntag vor 340 Zuschauern mit 1:1 vom VfB Oldenburg. Bakery Jatta hatte die Rothosen dabei in Führung geschossen. Am Ende hatten die Hamburger aber sogar Glück, dass immerhin ein Punkt in der Hansestadt blieb.

Hier war die HSV-Welt noch in Ordnung: Die Rothosen bejubeln das 1:0. Foto: KBS-Picture

Die Rothosen starteten besser in die Partie als die Gäste aus Oldenburg, machten von Beginn an Dampf. Keine 120 Sekunden waren im ersten Durchgang gespielt, als die Kugel über Bakery Jatta und Khaled Mohssen in die Spitze zu Manuel Wintzheimer durchgesteckt wurde, der 19-Jährige die Kugel aber nicht mehr erreichen konnte (2.). Gleiches galt auch für seinen Teamkollegen Christian Stark nach sechs Minuten, der im direkten Duell mit Oldenburg-Keeper Thiulo Pöpken den Kürzeren zog (6.). Die beste Möglichkeit der Gäste vergab nach knapp zehn Minuten Gazi Siala, der vom rechten Sechzehnereck die Kugel einen halben Meter über den HSV-Kasten ballerte (10.). In der Folge verflachte die Partie zunehmend, die Rothosen bekamen immer weniger Zugriff auf Ball und Gegner. Umso überraschender die Führung nach etwas mehr als einer halben Stunde. Nachdem Josha Vagnoman im Sechzehner an Pöpken hängen blieb, eroberte Jatta den Ball. Dieser wurde dann durch den halben Strafraum vom VfB-Keeper verfolgt, ballerte das Spielgerät am Ende aber in die Maschen (35.). Die nicht unverdiente Führung für die Weiß-Elf. Doch nach dem Pausenpfiff sollte die Antwort der Gäste nicht lange auf sich warten lassen. Die Elia-Equipe kam deutlich besser aus der Kabine und wurde dann von den Hamburgern zum Ausgleich eingeladen. Khaled Mohssen patzte am eigenen Sechzehner und verlor das Leder an Ibrahim Temin, der alleine vor Behrens ganz cool blieb und die Pille am HSV-Schlussmann vorbei ins lange Eck legte (55.). Die kalte Dusche für den HSV, der am Ende mit einem Punkt noch gut bedient war. Denn: In der Folge drückte der VfB auf den Siegtreffer. Die beste Möglichkeit vergab dabei der eingewechselte Maik Lukowicz, der an der Faust-Abwehr von Morten Behrens scheiterte (76.). Am Ende blieb es beim Remis.

Ibrahim Temin drückt hier die Pille zum 1:1 über die weiße Kreidelinie. Foto: KBS-Picture

„Nach der Halbzeit haben wir etwas den Faden verloren und am Ende dann leistungsgerecht 1:1 gespielt“, bilanzierte Matti Steinmann nach dem Abpfiff, der überhaupt erst kurzfristig in den Regionalliga-Kader rutschte. „Ich habe Christian Titz am Freitag, weil ich in Darmstadt nicht gespielt habe gefragt, ob ich bei der U21 spielen kann. Ich wollte gerne mal wieder über 90 Minuten spielen. Das war auch für meine körperliche Verfassung ganz gut. Ich spiele lieber, als das ich rumsitze“, erklärte Steinmann, der die Kritik an seiner Person in den letzten Wochen so kommentierte: „Ich habe die Kritik nicht gelesen. Ich war selber unzufrieden mit meiner Leistung. Aber ich brauche keine Medien um zu lesen, wie scheiße ich gespielt habe. Damit musste ich selber erstmal umgehen. Es hat mir sehr gut getan, über 90 Minuten wieder zu spielen“, so Steinmann. U21-Coach Steffen Weiß hatte sich mehr im Vorfeld versprochen. „Wir haben keine gute erste Halbzeit gespielt, auch wenn wir dort mehr Chancen hatten, als nach der Pause. Unser großes Problem war, dass wir keine Struktur im Pressing hatten. Uns hat die Kompaktheit gefehlt“, erklärte Weiß und fügte an: „Zudem haben wir keine zweiten Bälle gewonnen. Alles in allem haben wir kein gutes Spiel gemacht.“ In seinen Ausführungen ging Weiß bereits in eine erste Analyse. „Viele wollten in der zweiten Hälfte Verantwortung übernehmen und haben nicht ihre Position gehalten. Oldenburg hat dann vorne zugepresst und so haben wir zu oft die Bälle verloren“, erklärte Weiß und ergänzte dann abschließend: „Wir haben in der Vergangenheit so ein Spiel auch schon mal völlig aus den Händen gleiten lassen. Wir müssen die Punkte heute mal mitnehmen, können mit dem Spiel aber nicht zufrieden sein.“

Foto: KBS-Picture

Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 19-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.