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Oddset-Pokal

Oddset-Pokal: Doppelter Knebel erledigt B08

Niklas Heiden

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Der FC Eintracht Norderstedt ist großenteils souverän in das Viertelfinale des Hamburger Oddset-Pokals eingezogen. Beim Oberligisten TSV Buchholz 08 gewannen die Heyne-Schützlinge vor 437 Fans mit 5:1. Dennoch hatte der EN-Trainer nach dem Abpfiff keinen größeren Grund zur Freude.

Ronny Marcos gab sein Pflichtspieldebüt für den Regionalligisten aus Garstedt. Foto: KBS-Picture

„Vom Ergebnis her schmerzt es“, gab Buchholz-Trainer Thorsten Schneider nach dem Abpfiff ganz offen zu. Immerhin hatte sein Team zwar in den 90 Minuten zuvor mit 1:5 gegen den FC Eintracht Norderstedt verloren, allerdings spiegelte das Ergebnis den Spielverlauf nur bedingt wieder. Aber der Reihe nach. Es waren gerade einmal 20 Sekunden an der Otto-Koch-Kampfbahn gespielt, da hatten die Gastgeber direkt die Möglichkeit zur Führung. . Can Kömürcü schickte Abdurahman auf die Reise, der von einem fatalen Bock von Hamajk Bojadgian profitierte. Am Ende konnte der B08-Stürmer das Leder aber nur gegen das Außennetz spitzeln (1.). Mit der ersten Szene auf der Gegenseite gingen die Heyne-Schützlinge dann direkt in Front. Evans Nyarko schickte Johann von Knebel mit einem Steilpass ins Rennen, der dann von B08-Schlussmann Lennart Brückner gefällt wurde. Referee Konrad Oldhafer entschied auf Freistoß und zeigte dem Torwart den gelben Karton. Philipp Koch legte sich die Murmel in der Folge zurecht und zirkelte die Pille dann aus halblinker Position in den linken oberen Giebel (11.). Doch die Gastgeber zeigten sich von der Führung keineswegs geschockt – und ließen nahezu im Gegenzug die Chance zum Ausgleich liegen. Milaim Buzhala steckte die Kugel in den Lauf von Dominik Fornfeist durch, der aus halblinker Position frei vor EN-Schlussmann Johannes Höcker auftauchte. Der Keeper blieb lange stehen und konnte die Pille deshalb parieren (15.). Ansonsten wirkten beide Abwehr-Reihen eher unsicher. Dennoch legte der Regionalligist nach einer knappen halben Stunde nach. Nils Brüning gewann Ball 20 Meter vor dem Tor und spielte einen tiefen Pass auf von Knebel, der das Leder locker in den Maschen unterbrachte (29.). Knüppeldick kam es für die Gastgeber dann mit dem Pausenpfiff: Diesmal war von Knebel auf und davon und legte den Ball quer für Nils Brüning. Marcel Peters rutschte dazwischen und lenkte die Murmel ins eigene Netz.

Nils Brüning traf in seinem ersten Pflichtspiel für Norderstedt gleich ins Netz. Foto: KBS-Picture

Nach dem Seitenwechsel wurden die Gastgeber dann von Minute zu Minuten mutiger – und die Eintracht von Minute zu Minute unkonzentrierter. Allerdings mussten die Zuschauer bis zur 70. Minute warten, ehe die Schneider-Kicker wieder etwas Zählbares zu verzeichnen hatten. Der eingewechselte Cedric Fuß spielte einen Traumpass in den Lauf von Kömürcü, der alleine vor Höcker auftauchte. Doch der EN-Keeper reagierte ganz stark und fischte die Pille aus der rechten unteren Ecke (70.). Knapp fünf Zeigerumdrehungen später machte es der 18-Jährige dann besser. Plötzlich stand Kömürcü völlig blank im Strafraum und vollstreckte gegen die Laufrichtung von Höcker zum 1:3 (75.). Bei den Fans keimte noch einmal Hoffnung auf und Norderstedt kam richtig ins Strudeln – dank Kömürcü. Denn zwei Minuten vor Ultimo war es erneut der B08-Younster, der mit einem Hackentrick kunstvoll den Anschlusstreffer erzielen wollte, in Höcker aber seinen Meister fand (88.). Und die Eintracht? War erst in der Nachspielzeit wieder zu sehen und schlug dann doppelt zu. Erst knipste Johann von Knebel (90.+1) dann Nils Brüning (90.+2) und schraubten damit das Ergebnis auf 5:1 in die Höhe. „Das vierte und fünfte Tor muss nicht sein. Insgesamt über die 90 Minuten hinweg muss man sagen, dass wir über das frühe Gegentor geschockt waren. Der vermeintliche Genickbruch war dann auch das 3:0 so kurz vor der Pause“, bilanzierte B08-Trainer Thorsten Schneider und fügte an: „Wir sind erst nach unserem eigenen Tor richtig wach geworden. Dennoch haben wir schon die individuelle Klasse, um uns auch gegen Norderstedt Chancen zu erspielen.“

Musste von seinem Trainer Dirk Heyne ganz schön einstecken: Vico Meien (li.). Foto: KBS-Picture

Johann von Knebel, der zwei Buden selbst erzielte und zudem noch zwei Treffer auflegte, zeigte sich nach dem Abpfiff eher bescheiden. „Ich stand einfach vorne ein paar Mal richtig. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Ich bin nicht der Matchwinner“, so der 21-Jährige, der ergänzte: „Am Ende war es doch noch ein bisschen spannend. Das ist schon unnötig gewesen.“ Auch dem EN-Stürmer viel die deutlich schwächere zweite Halbzeit auf. Von Knebel: „In der zweiten Halbzeit haben wir einfach zu wenig investiert. Dadurch hatte Buchholz mehr den Ball und hat lange Bälle geschlagen. In der ersten Halbzeit war das 3:0 sicherlich gerecht. Das wir in der zweiten Halbzeit noch zwei Dinger machen und die nur eins, darüber kann man streiten.“ Sein Trainer Dirk Heyne nahm sich in seiner Analyse beide Abschnitte einzeln vor. „Die 90 Minuten kann man ein bisschen teilen. In den ersten 45 Minuten war  ich sehr zufrieden. Eine sehr konzentrierte Leistung von allen. Da haben wir gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, erklärte der ehemalige DDR-Nationalkeeper, um dann anzufügen: „In der zweiten Halbzeit kam so ein bisschen der Schlendrian rein. Speziell die Zweikämpfe im Mittelfeld haben wir nicht mehr gewonnen. Nach dem 1:3 sind wir schon so ein bisschen geschwommen wieder in der Abwehr. Mit dem 4:1 ist dann wieder Ruhe drinnen. Wir müssen einfach versuchen uns diese Situationen zu ersparen.“ Besonders einen Spieler lobte Heyne, andere nahm er dafür hart in die Pflicht. „Man hat gesehen, wie wichtig der Evans Nyarko ist. Er war voll der Boss auf dem Platz. Und in der zweiten Halbzeit haben wir gesehen, was passiert, wenn man keinen Boss auf dem Platz hat. Wir haben mit Vico und Philipp gestandene Spieler drin, die das auch packen müssen. Dann muss erst der Anschiss kommen und dann geht es plötzlich wieder“, so Heyne, der abschließend noch Johann von Knebel lobte: „Er hat eine tolle Entwicklung hinter sich. Keine Frage. Das Verständnis zwischen Lüne und Johann war sehr gut. Beide haben sehr stark voneinander profitiert.“

Foto: KBS-Picture

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.