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Regionalliga Nord

Regio Nord droht Winterpause – Koch: „Es sieht düster aus“

Niklas Heiden

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Foto: KBS-Picture

In der vergangenen Woche hat der Norddeutsche Fußball-Verband sich in einem Schreiben an die Bundesländer gewandt. Grund dafür war die Bitte, dass die Mannschaften der Regionalliga Nord wieder trainieren und spielen dürfen. Die Zeichen stehen allerdings gar nicht auf Re-Start.

Während die Regionalliga West ihren Spielbetrieb bereits wieder aufgenommen hat und die Nordost-Staffel kurz vor einem Re-Start steht, deutet in der Regionalliga Nord nach aktuellen Erkenntnissen alles auf eine vorzeitige Winterpause hin. So schätzt auch Reenald Koch die Lage ein, der Präsident des FC Eintracht Norderstedt ist. „Die aktuelle Einschätzung ist sehr düster“, sagte Koch auf AFH-Anfrage und fügte an: „Ich glaube nicht, dass wir uns dieses Jahr noch zu einem Punktspiel zusammenfinden werden.“ Grund für diese Einschätzung ist nach AFH-Informationen vor allem die Rückmeldung seitens der Bundesländer. Hamburg und Schleswig-Holstein haben eine Genehmigung zum Training abgelehnt. Frühestens Anfang Dezember könnten alle Vereine somit wieder das Training aufnehmen. Durch vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) zugesicherte Vorbereitungszeit von 14 Tagen wäre eine Austragung von einem oder zwei Spieltagen nur mit engem Terminkalender möglich. Aus Niedersachsen erwartet der NFV noch eine Antwort. „Die Innenministerin hat zwar vollstes Verständnis, sieht aber keine Anzeichen für eine Lockerung vor dem Ende des Lockdowns“, sagt auch Koch und bestätigt zudem: „Hamburg hat das Training untersagt, da gibt es ein offizielles Schreiben von Sport-Staatsrat Christoph Holstein.“

Regionalliga-Spielbetrieb wäre nur mit Corona-Tests möglich

Einzige Möglichkeit für die Regionalliga Nord, in diesem Jahr doch noch gegen den Ball zu treten, wären flächendeckende Corona-Tests in allen Vereinen. Erst dann könnte auch die Nord-Staffel als „Profi-Liga“ eingestuft werden. „Wenn wir uns als Profis deklarieren, dann müssen wir auch das Hygienekonzept der DFL umsetzen. Das bedeutet 10.000 Euro pro Monat für Corona-Tests. Wenn wir ganz ehrlich sind, dann gibt es in der Regionalliga zwar Geld, aber von den Gehältern kann man im Westen gut leben, im Norden wird es schon schwer“, sagt auch Reenald Koch. Eine Rückkehr in diesem Jahr zum Spielbetrieb scheint demnach ausgeschlossen zu sein. Und dass, obwohl es seinem Klub aus Garstedt finanziell nicht schlecht geht. „Es gibt was die Sponsoren angeht schon ein Defizit. Wir haben bei uns viele mittelständische Unternehmen als Sponsor, die die Zahlungen ausgesetzt haben. Aber wir sind durch den Lotto-Pokal-Sieg in diesem Jahr in einer recht guten Lage“, bestätigt uns Koch. Eine offizielle Entscheidung des Norddeutschen Fußball-Verbandes, den Spielbetrieb in der Regionalliga Nord erst im kommenden Jahr wieder aufzunehmen, steht noch aus. Eine Entscheidung soll in der nächsten Woche getroffen werden.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.