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Oberliga Hamburg

Süderelbe setzt Zeichen! Kiesbarg-Boys entzaubern Vicky

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Süderelbe
Foto: KBS-Picture

Dem Favoriten ein großes Bein gestellt! Beim Auswärtsspiel am Freitagabend, gegen den SC Victoria Hamburg, hat der FC Süderelbe ein echtes Zeichen gesetzt. Die Kiesbargler gewannen mit 4:1 im Stadion Hoheluft. Vor allem ein Neuzugang bei der Arlt-Truppe wusste zu überzeugen.

Mit zahlreichen Neuzugängen startete die Begegnung im Stadion Hoheluft zwischen dem SC Victoria Hamburg und dem FC Süderelbe. Während bei den Hausherren Lesley Karschau nach seiner Verpflichtung in der Vorwoche direkt sein Startelfdebüt feierte, standen mit Ömer Akyörük und Claudiu Codoban gleich zwei Neue in der Startelf von Trainer Stefan Arlt. Und vor allem die beiden Neuen beim Kiesbarg-Ensemble machten sich von Beginn an schnell bemerkbar. Denn die ersten Chancen der Partie gehörten den Gästen. Camacho bekam auf dem rechten Flügel zu viel Platz, fand mit seiner Flanke in den Strafraum dann am zweiten Pfosten Claudiu Codoban und dieser stand am Fünfmeterraum völlig blank. Der Ball ging knapp drüber (16.). Es war der erste Warnschuss der Gäste, fünf Minuten später näherte sich Süderelbe dem Tor weiter an. Nach einem Foulspiel kurz vor dem linken Strafraumeck bekamen die Gäste einen Freistoß zugesprochen, den Camacho ausführte. Die Murmel segelte nur äußert knapp am linken oberen Kreuzeck vorbei (21.). Und obwohl Vicky nach knapp einer halben Stunde endlich aus dem Tiefschlaf erwachte und in Person von Gerrit Pressel aus spitzem Winkel dann ebenfalls eine gute Chance liegen ließen (29.), waren es kurz darauf die Gäste die völlig verdient die Führung erzielten. Wieder wurde Takuro Mohara auf links mit einem Diagonalball bedient, ging bis zur Grundlinie und brachte das Leder dann auf den ersten Pfosten. Can Kömürcü stand goldrichtig und netzte in den linken Giebel ein (33.). Es war die verdiente Führung für den FCS, die mehr in die Begegnung investierten. Doch Vickys Antwort ließ gerade einmal acht Minuten auf sich warten. Lesley Karschau bekam auf dem rechten Flügel zu viel Platz, seine flache Hereingabe in den Rückraum fand Nick Scharkowski und dieser versenkte den Ball cool im Netz (41.). Der etwas überraschende Ausgleich für die Hausherren. Doch auch die Kiesbargler zeigten an diesem Abend, schnell antworten zu können.

Akyörük, Senol

FCS-Neuzugang Ömer Akyörük behauptet den Ball gegen Oguzhan Senol auf dem Feld. Foto: KBS-Picture

Mohara macht Sieg perfekt – FCS-Coach Arlt lobt eigenes Team

Der stark auftrumpfende Mohara gewann den Ball noch vor dem Seitenwechsel im Mittelfeld, übersprintete die halbe Defensive und legte dann für Codoban ab, der aus 14 Metern halblinker Position einnetzte (43.). Der Brustlöser für Süderelbe und der dicke Dämpfer für Vicky, hatte sich die Ebbers-Truppe doch gerade in die Partie hinein gekämpft. Nach dem Seitenwechsel schwächte sich Vicky dann, sieben Minuten nach Wiederbeginn, noch zusätzlich selbst. Felix Schuhmann wollte im Druck am eigenen Strafraum Hendrik Rabe den Ball vor die Füße chippen, das Leder ditschte vorher auf und sprang dem Keeper dann über den Fuß. Takuro Mohara stand gut und netzte zum 3:1 sauber ein (52.). Spätestens da hatte das Kiesbarg-Team den Hoheluftlern den Stecker gezogen, bei denen Trainer Marius Ebbers in der Folge gleich vier Spieler auf einmal brachte (58.). Zu allem Überfluss aus SCV-Sicht verletzte sich kurz darauf auch noch der eingewechselte Jan Kämpfer nur fünf Minuten nach seiner Einwechselung und musste mit einem bandagierten Oberschenkel den Platz verlassen (63.). Erst in der Schlussphase schien den Blau-Gelben der Ernst der Lage bewusst zu werden und das Vicky-Team bäumte sich etwas auf, den Treffer erzielten aber erneut die Gäste. Der erst wenige Sekunden zuvor eingewechselte Yannick Herrmann stellte den 4:1-Endstand her (90.+2). „Wir sind in dieses Spiel gegangen und wollten für die Abstiegsrunde üben, aber auch drei Punkte holen und unserem System treu bleiben. Heute haben wir gesehen, was die Jungs auf die Platte bringen können“, freute sich FCS-Trainer Stefan Arlt nach Spielende und fügte an: „Wir haben versucht über die Verlagerung es breit zu machen, völlig zufrieden mit dem Auftritt bin ich aber nicht. Aber die Jungs haben den Plan umgesetzt.“

Hartwig, Treu

Takuro Mohara (l.), Torschütze zum 3:1 für den FCS, schaut sich den Zweikampf von Magnus Hartwig und Rouven Treu an. Foto: KBS-Picture

Ebbers analysiert „völlig verdiente Niederlage“ gegen Süderelbe

Und weiter: „Jetzt spielen wir erstmal gegen den HSV und dann werden die Punkte zusammengezählt. Danach schauen wir mal. Keiner will am Ende absteigen. Wir werden uns aufjedenfall nicht ergeben. Die Jungs haben sich nie versteckt, auch wenn wir ein, zwei Spiele nicht gut aussahen. Wenn man sich mal anschaut, welche Spieler am Anfang bei uns waren, da war klar, dass einige sich erst an die Oberliga gewöhnen müssen. Die Jungs brauchten dieses halbe Jahr. Heute haben wir es sehr abgezockt gemacht.“ Enttäuscht zeigte sich hingegen Vicky-Trainer Marius Ebbers, wie schon in der Vorwoche nach der 3:2-Niederlage gegen den TuS Osdorf. „Wir haben völlig zurecht und verdient 4:1 verloren“, fasste Ebbers nach Abpfiff zusammen und ergänzte: „Ich bin natürlich enttäuscht, auf der anderen Seite macht man sich Gedanken, woran es gelegen hat. Wir haben nun eine längere Pause bevor wir in Buchholz spielen. Ab Montag geht die Aufarbeitung los.“ Ebbers weiter: „Wir haben nun etwas Zeit an den Dingen zu arbeiten, die wir völlig haben vermissen lassen. Hauptsächlich hat es heute an den Basics gefehlt. Das ist das Zweikampfverhalten, aber auch das Laufverhalten. Wenn man 80 Prozent der entscheidenden Zweikämpfe verliert, dann wird es schwierig hinten zu null zu spielen und vorne Tore zu schießen.“ Auf die Tabelle will Ebbers dennoch weiterhin nicht schauen. „Die Tabelle interessiert mich überhaupt nicht. Wenn wir unsere Hausaufgaben machen, dann brauchen wir uns keine Gedanken machen. Wenn wir es nicht schaffen sollten, dann sind wir selber schuld und können in den Spiegel schauen und uns Gedanken machen, woran es gelegen hat. Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir es schaffen!“

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.