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Regionalliga Nord

T05 krönt sich bei Altona zum Derbysieger – Hirsch „extrem sauer“

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Foto: Claus Bergmann

Vor 650 Fans holte sich Teutonia 05 zwar durch einen 2:1-Sieg bei Altona 93 den Derbysieg, kassierte im Anschluss aber vom eigenen Trainer einen ordentlichen Rüffel. T05-Coach Dietmar Hirsch zeigte sich nach Abpfiff „extrem sauer“. Zudem flog Tim Weissmann spät mit Rot runter.

Mit derselben Startelf im Vergleich zum ersten Punkt der Saison am vergangenen Mittwoch beim FC Eintracht Norderstedt starte Altona 93 auch in das Derby gegen Teutonia 05. Nicht mit dabei war allerdings Neuzugang Dren Feka, der erst kurz vor Toreschluss noch an die Griegstraße gewechselt war. Feka schaute sich die Begegnung an der Adolf-Jäger-Kampfbahn von der Tribüne aus an. Vor ausverkauftem Haus und vor 650 Zuschauern starteten dann aber relativ zerfahren in die Begegnung. Es dauerte fast eine halbe Stunde, ehe die Begegnung das erste Mal so wirklich Fahrt aufnahm. Dann war es die Bergmann-Elf, die für die erste Aktion im Spiel sorgte. Eudel Silva Monteiro brachte den Ball von rechts in die Mitte, Tim Weissmann leistete sich einen dicken Bock und klärte genau vor die Füße von Ole Wohlers. Aus fünf Metern schoss dieser allerdings dann Yannick Zummack an, der T05 vor dem Rückstand bewahrte (26.). Und die Gäste? Gingen auf der Gegenseite mit der ersten eigenen richtigen Chance direkt in Führung – wenn auch etwas glücklich. Nachdem Marco Heskamp aus kurzer Distanz den Ball von Tino Schulze an die Hand gedonnert bekam entscheid Schiri Niklas Olle auf Elfmeter für die Ottenser. Fabian Istefo nahm sich der Sache an und vollstreckte eiskalt halbhoch rechts in die Maschen (36.). Die Führung für die Hirsch-Elf in einem ansonsten ereignislosen Spiel, was sich bis zum Pausentee auch nicht weiter besserte. Zu durchwachsen waren die Leistungen beider Teams im ersten Durchgang.

Peer Mahncke (li.) erzielte seinen ersten Treffer für Altona 93 und den damit verbundenen 1:1-Ausgleich. Foto: Claus Bergmann

Mahncke lässt AFC hoffen – T05-Kicker Veselinovic bleibt eiskalt

Das änderte sich vorerst auch nach der Pause nicht. Allerdings waren es nun die Hausherren, die immerhin einige wenige Chancen verzeichnen konnten. Nachdem Ole Wohlers von links den Ball noch in die Box bringen konnte, köpfte Tino Schulze das Leder, wohl eher versehentlich, auf das eigene Tor. Der Ball segelte nur um Haaresbreite am Kasten vorbei (52.). Mehr passierte in der Folge dann nicht. das Spiel blieb auf beiden Seiten Großenteils ereignislos – bis kurz vor dem Ende. Denn: Aus dem Nichts markierten die Hausherren den Ausgleich, der wieder richtig Feuer in die Partie brachte. Peer Mahncke wurde in der Box bedient, wurschtelte sich von halblinks aus spitzem Winkel durch und stocherte die Murmel aus vier Metern an Zummack vorbei ins Tor (70.). Der hochumjubelte Ausgleich der Hausherren, der aber nicht lange Bestand hatte. Gerade einmal sechs Minuten nach dem Ausgleich legten die Ottenser nach. Über rechts bekam Moritz Grosche zu viel Platz, konnte den Ball in die Mitte bringen und dort stand Sinisa Veselinovic goldrichtig und drückte die Murmel mit dem Fuß über die Linie (76.). Die erneute Führung für T05, die in der Folge sogar weitere Chancen auf die Entscheidung hatte, diese aber schlecht ausspielten. Und so blieb es, wegen der knappen Führung, bis zum Ende spannend. Eine dicke Chance sollte die Bergmann-Elf zudem noch bekommen, den Ausgleich zu markieren. Über links konnte Gohoua bis zur Grundlinie sich durchackern, seine Flanke in die Mitte lenkte Zummack dann völlig unbedrängt direkt in den Rückraum und dort setzte Mahncke seinen Abschluss freistehend über den Querbalken (88.). Die Mega-Chance für den AFC zum Ausgleich wurde extrem leichtfertig vergeben.

Tim Weissmann

Hitzige Szenen nach dem Abpfiff: Für seine Tätlichkeit gegen Djavid Abdullatif sah Tim Weissmann glatt Rot. Foto: Claus Bergmann

Weissmann fliegt vom Platz – T05-Trainer Hirsch „extrem sauer“

Richtig hitzig wurde es dann auch nochmal mit dem Abpfiff, vor allem zwischen zwei Spieler. To5-Kicker Tim Weissmann und Djavid Abdullatif. Beide gerieten nach Spielende aneinander, Weissmann soll dabei den AFC-Youngster zu Boden gestoßen haben. Dafpr gab es von Schriri Olle glatt Rot (90.+6). Weissmann wird den Ottensern damit Minimum zwei Spiele fehlen. „Ich finde, dass wir uns im Vergleich zu Norderstedt nochmal gesteigert haben. Das ist auch unser Weg und wir haben keine Alternative. Am Ende ist es schade, wenn wir uns dafür nicht belohnen. Wir haben es leider nicht hinbekommen, früher einen Treffer zu erzielen. In der zweiten Halbzeit haben wir gespielt und alles versucht, Teutonia hat nur zwei Mal auf das Tor geschossen. Es ist sehr, sehr unglücklich und sehr unverdient für die Jungs“, ärgerte sich Altona-Trainer Andreas Bergmann nach dem Abpfiff und fügte an: „Wir gehen aktuell einen harten Weg, dass wir gute Leistungen zeigen, aber nicht gewinnen. Es war der einzig sinnvolle Konter, den Teutonia hatte, dass der in der zweiten Halbzeit dann noch drin ist. Was mir wichtig ist, dass die Jungs nicht aufgeben und nicht aufhören. Das war heute eine ordentliche Leistung, auch wenn wir an einigen Sachen noch arbeiten müssen.“ Und bei T05? Trotz des Derbysieges war Trainer Dietmar Hirsch mächtig sauer. „Es ist Ergebnissport, aber für Altona und deren junge Mannschaft ist es natürlich sehr bitter.“

„Letztendlich haben wir gewonnen und vielleicht macht es dieses Quäntchen aus. Es war aber die schlechteste Leistung und das in einem Derby, was wir gar nicht angenommen habe. Altona hat vor drei Tagen gespielt und ich hatte das Gefühl, als hätten wir gestern gespielt. Wenn man nach 30 Minuten das erste Mal wechselt, dann ist man total sauer und unzufrieden“, machte Hirsch klar und ergänzte: „Wenn wir nächste Woche gegen Flensburg so spielen, dann wird es aufjedenfall kein schönes Spiel. Wir hoffen, dass wir nächste Woche eine andere Leistung auf den Platz bringen.“ Zur Szene mit der Roten Karte konnte oder wollte sich Hirsch nur bedingt äußern. „Ich habe die Szene nicht gesehen, aber vielleicht gehört es zu einem Derby dazu, auch wenn ich es nicht unbedingt haben muss. Ich brauche jetzt deswegen nicht jammern, denn wir haben einen breiten Kader.“ Auch seine Spieler nahm der T05-Coach in die Pflicht. „Ich finde, dass es immer einfach ist, den Trainer zu fragen. Vielleicht sollte man da auch mal die Spieler fragen. Wir waren heute über 70 Minuten nicht im Spiel, dass war auch schon gegen Heide so. Wir haben schon das Warmmachen verändert und sind früher raus und wieder früher rein, damit wir mal brennen. Wenn Altona im Mittelfeld zwei 19-Jährige hat und wir mit gestandenen Regionalliga-Spieler kommen, dann ist das einfach zu wenig. Es ist zwar schön mit einem Sieg zu kritisieren, aber ich bin richtig sauer“, fasste der Coach des ambitionierten Regionalligisten zusammen.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.