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Oberliga Hamburg

T05 schockt: Bergmann zerhämmert „Dasse“-Serie

Niklas Heiden

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Foto: KBS-Picture

Die Überraschung des Spieltages: Der Spitzenreiter TuS Dassendorf kassierte die erste Niederlage der Saison! Teutonia 05 besiegte im Nebel-Kampf das Richter-Ensemble mit 3:2. Mirco Bergmann stürzte T05 per Lucky-Punch in einen Freudentaumel. „Dasse“ haderte mit einem Referee-Pfiff.

Die Gäste vom Wendelweg starteten die die Feuerwehr in die Begegnung. Finn Thomas steckte das Leder tief für Henrik Dettmann durch, der an der Grundlinie stand und dann Sven Möller auf dem ersten Pfosten bediente. Möller hatte zu viel Platz und versenkte den Ball halbhoch links in der Ecke (7.). T05 wirkte vom Nebel an der Kreuzkirche vollkommen eingenebelt, erwachte durch den Rückstand aber langsam zum Leben. Mit der ersten Chance gelang der Titze-Elf dann der Ausgleich. Felix Vobejda spielte die Murmel von rechts scharf in den Fünfmeterraum herein, wo Vincent Boock völlig alleine gelassen wurde und nur den Fuß hinhalten musste, um den Ball im Netz zu versenken (19.). Die eiskalte Dusche für Dassendorf, die zuvor deutlich das aktivere Team waren. Strittig wurde es dann sieben Minuten später. Gleich mehrfach bekam T05-Keeper Yannick Zummack den Ball nicht festgemacht und am Ende stocherte Finn Thomas das Leder ins Netz. Doch der Treffer zählte nicht. Stattdessen gab es Freistoß für die Titze-Elf und Gelb für Finn Thomas. Die „Dasse“-Bank war außer sich, doch die Entscheidung von Referee Kevin Rosin stand (26.). Quasi mit dem Pausenpfiff kam es dann knüppeldick für den Spitzenreiter. Mirco Bergmann spielte einen sensationellen Pass in die Spitze, der direkt in dem Lauf von Pascal Eggert landete. Dieser nahm den Ball aus der Luft und blieb dann aus halbrechter Position alleine vor Christian Gruhne eiskalt. Der Ball ditschte von der Lattenunterkante ins Netz (43.).

Der Aufreger aus „Dasse“-Sicht: Schiri Rosin wertete dieses Einsteigen von Finn Thomas als Foul. Foto: KBS-Picture

Lenz nickt zum 2:2 ein – Bergmann mit Lucky-Punch

Der zweite Durchgang startete ähnlich wie der erste. Dassedorf hatte mehr Ballbesitz und die bessere Spielanlage, konnte daraus zunächst aber kein Kapital schlagen. Erst nach über einer Stunde gelang der Richter-Elf der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich. Sven Möller zirkelte einen Eckball auf den ersten Pfosten, wo sich Marcel Lenz in die Luft schraubte und die Murmel dann über seinen Hinterkopf in die Maschen beförderte (62.). Es keimte Hoffnung bei der TuS auf, hatte man in der aktuellen Spielzeit noch kein Spiel verloren. Lediglich zwei Mal mussten die Wendelwegler sich mit einem Remis begnügen. Doch erst in der Schlussphase wurde es erneut spannend. Möller schlug einen Freistoß von halbrechts in die Box und in der Mitte kam der eingewechselte Marcel von Walsleben-Schied mit der Hacke an den Ball. Doch T05-Schlussmann Yannick Zummack tauchte ab und konnte parieren (81.). Und Teutonia 05? Ließ in der Schlussminute zuerst noch den Siegtreffer liegen, aber auch Dasse vergab den Dreier. Erst rettet Amando Aust auf der einen Seite gegen Jeton Arifi auf der Linie und klärte in höchster Not, dann war auf der Gegenseite Marcel von Walsleben-Schied völlig frei durch und scheiterte an einer ganz starken Parade von Zummack (90.). Die Entscheidung fiel keine 60 Sekunden später. Aus 20 Metern zog Mirco Bergmann aus der zweiten Reihe ab und schweißte die Murmel in der linken unteren Ecke ein (90.+1). Ein riesengroßer T05-Jubel an der Kreuzkirche und die erste Saisonniederlage für Dassendorf.

Kerim Carolus (re.) kämpft mit Deran Toksöz (li.) um das runde Leder. Foto: KBS-Picture

Richter nach Abpfiff angrefressen – Titze: „Wollte pushen“

Nach Spielende ärgerte sich vor allem TuS-Trainer Jean-Pierre Richter über die Niederlage und dem damit verbundenen Ende der Siegesserie. „Die Jungs spielen eine tolle zweite Halbzeit und sind wieder dran. Die letzten zehn Minuten sind dann sehr chaotisch. Umso schlimmer, dass so ein abgefälschter Schuss das Spiel entscheidet“, bilanzierte Richter kurz nach dem Abpfiff. Sein Gegenüber, T05-Übungsleiter Sören Titze, erklärte: „Für den neutralen Zuschauer war alles drin, was so ein Spitzenspiel braucht – Emotionen, Zweikämpfe und Taktik. Es gab einen Punkt, wo man sich als Trainer sagt, dass das Team einen Trainer an der Seitenlinie braucht, der den Jungs signalisiert, dass man daran glaubt, dass etwas möglich ist. Deshalb habe ich versucht viel zu pushen“, so Titze, der abschließend ergänzte: „Das 2:2 war für mich ein emotionaler Nackenschlag. Emotional ist das Ende einfach nicht zu toppen.“

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.