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Bundesliga

Vier Chancen, ein Tor: Narey ballert HSV zum Sieg

Niklas Heiden

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Vorsprung minimalistisch ausgebaut: Vor 49.449 Zuschauern besiegte der Hamburger SV am Freitagabend den SC Paderborn. Dabei ließen die Akteure von Coach Hannes Wolf zahlreiche Chancen kläglich liegen. Khaled Narey erzielte bereits sehr früh den goldenen Treffer des Tages.

Alle guten Dinge sind drei: Khaled Narey trifft hier (li.) zum 1:0 für die Rothosen. Foto: KBS-Picture

Keine 60 Sekunden waren im Volkspark gespielt, da hätten die Rothosen die Gäste aus Paderborn fast überrannt. Über Lewis Holtby landete der Ball bei Hee-Chan Hwang, der das Leder rechts raus zu Khaled Narey legte. Doch dieser überlegte zu lange, blieb an einem SCP-Verteidiger hängen. Die Hamburger wollten es also von Beginn an wissen und verpassten nur drei Zeigerumdrehungen später die Führung erneut nur knapp. Gotoku Sakai steckte den Ball für Khaled Narey durch, der Jamilu Collins schwindelig spielte und dann aus spitzem Winkel abschloss. Sein Schuss klatsche nur gegen den Pfosten (4.). Doch wie sagt man so schön: Alle guten Dinge sind drei. Dies dachte sich wohl auch Narey selbst, der nur weitere sieben Minuten von Orel Mangala auf die Reise geschickt wurde. Diesmal blieb der Flügelflitzer kaltschnäuzig und versenkte das Leder in den Maschen (11.). Durchatmen mussten dann aber in der Folge erstmal die HSV-Anhänger. Nach einem Foul von Mangala setzte Philipp Klement einen Freistoß aus rund 20 Metern auf den Querbalken, verpasste so den schnellen Ausgleich (17.). Ansonsten war von den Gästen nicht wirklich viel zu sehen – bis auf die großen Lücken, in die die HSV-Offensive immer wieder hinein spielte. Die Rothosen schalteten in der Folge einen Gang zurück, die nötige Zielstrebigkeit in den Aktionen fehlte. Dennoch blieb die Wolf-Equipe aber das bessere Team – von Paderborn kam weiterhin nahezu nichts. Und auch deshalb ging es mit der 1:0-Führung für die Rothosen zurück in die Kabinen. Diese war für den HSV verdient.

Bakery Jatta (re.) machte auch gegen Paderborn eine durchaus gute Figur. Foto: KBS-Picture

Die erste dicke Chance nach dem Seitenwechsel gehörte dann den Gästen aus Paderborn – und wieder traf die Baumgart-Elf nur die Latte. Babacar Gueye hatte sich im HSV-Strafraum in die Luft geschraubt, konnte einen Kopfball aber nicht in den Maschen unterbringen (49.). Auf der Gegenseite setzte Khaled Narey mit einem Flachschuss, der einen guten Meter neben dem Tor landete, die erste Duftmarke für den zweiten Durchgang (50.). Und die Hamburger wollten nachlegen. Gotoku Sakai brachte das Leder von rechts in die Box, wo Holtby den Ball zu Bakery Jatta weiterleitete. Der Gambier donnerte das Spielgerät aber in die Wolken (55.). Und die Rothosen gingen weiter schluderig mit ihren Möglichkeiten um. Aaron Hunt bediente Hee-Chan Hwang, der noch einen Paderborner ausstiegen ließ und dann abschloss. Aber auch der Schuss des Südkoreaners ging neben den Kasten (58.). HSV-Trainer Hannes Wolf reagierte und brachte Tatsuya Ito in die Partie. Die Kugel wollte trotzdem nicht in die Maschen. Bakery Jatta setzte sich sensationell rechts durch und bediente Narey, der nur an der starken Parade von Leopold Zingerle scheiterte (72.). Nur der ebenfalls eklatanten Abschlusschwäche der Paderborner war es zu verdanken, dass HSV-Keeper Julian Pollersbeck nicht hinter sich greifen musste. Mohamed Dräger ließ knappe zehn Minuten vor Ultimo die dickste Chance für die Gäste liegen, haute den Ball aus sieben Metern acht Meter drüber (78.). Der eingewechselte Fiete Arp hatte fünf Minuten vor Ende dann das 2:0 auf dem Fuß, fand in Zingerle aber ebenfalls seinen Meister (85.). Knapp wurde es dann mit dem Schlusspfiff: Zolinski tauchte nach einem Konter alleine vor Pollersbeck auf, schoss dem HSV-Keeper den Ball aber genau in die Arme.

SCP-Keeper Leopold Zingerle (li.) fischt den Schuss von Fiete Arp gerade noch weg. Foto: KBS-Picture

„Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht“, bilanzierte Orel Mangala nach dem Abpfiff und fügte an: „Wir hatten die Möglichkeiten, noch ein Tor mehr zu machen. Trotzdem haben wir 1:0 gewonnen. Das ist das Wichtigste. Dennoch müssen wir weiter daran arbeiten, früher den Sack zuzumachen“, so Mangala weiter. Ähnlich äußerte sich auch HSV-Verteidiger Rick van Drongelen nach Abpfiff. „Wir hätten das 2:0, 3:0 oder 4:0 machen müssen. Es ist schade, dass diese Bälle nicht rein gehen. Aber ob wir nun 4:0 oder 1:0 gewinnen – beides bringt nur drei Punkte“, so van Drongelen, der offen zu gab: „Ich war mir sicher, dass da keiner mehr reinrutscht. Ich habe schon in der Halbzeit gesagt, dass wir zu null spielen und gewinnen werden.“ Unter seinem Trikot trug der 19-Jährige ein T-Shirt von Ajax Amsterdamm-Kicker Abdelhak Nouri, der nach einem Kollaps in einem Testspiel lange im Koma gelegen hatte. Van Drongelen: „Er hatte immer die Nummer 34 und wir haben heute auch 34 Punkte. Ich spiele oft mit dem Shirt, das gibt mir ein sicheres Gefühl. Ich denke immer an ihn, das gibt mir extra Power“, fand der Verteidiger offene Worte. Khaled Narey kommentierte sein erste Heimtor: „Das erste Heimtor freut mich natürlich sehr. Aber ich hätte noch das eine oder andere Tor mehr machen können. Aber insgesamt bin ich zufrieden.“ HSV-Youngster Fiete Arp, der kurz vor Schluss die Chance zum 2:0 vergab, nach dem Spiel: „Nach all dem, was in diesem Jahr passiert ist, war es der bestmögliche Abschluss. Wir sind die richtigen Schritte gegangen, aber sind noch nicht weit genug, Erfolge verbuchen zu können“, so Arp, der ergänzte: „Ich wollte den Ball gut mitnehmen, das hat auch geklappt. Am Ende kann ich alles machen, nur das was ich mache ist falsch. Mit etwas Glück geht der vielleicht sogar rein“, erklärte Arp und fügte abschließend über seine nun einjährige Torflaute an: „Ein Stürmer hat solche Phasen. Im Training schieße ich noch Tore, ich habe es also nicht verlernt. Man braucht so ein dreckiges Ding. Dann läuft es ganz sicher auch wieder.“

Foto: KBS-Picture

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.