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Oberliga Hamburg

Zwei Doppelschläge: „Dasse“ nutzt HUFC-Meckerei

Niklas Heiden

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Vier Tore, ordentlich Meckerei und Zoff zwischen den Trainerbänken: Die TuS Dassendorf besiegte vor 184 Zuschauern Hamm United zwar klar mit 4:0, doch im Nachgang schimpften die Gäste vor allem über die Dasse-Bank und das Referee-Gespann. Die Gründe waren aus HUFC-Sicht vielfältig.

Die Hamm-Verantwortlichen fordern hier einen Platzverweis für die Dassendorfer. Foto: Heiden

Es läuft die 31. Minute am Wendelweg, als die Emotionen plötzlich hochkochen. Nach einem Zweikampf stehen sich Alessandro Schirosi und Len-Aike Strömer gegenüber, bis der HUFC-Kicker auf dem Boden landete. Referee Leif Jischkowski zeigte am Ende beiden Spielern Gelb. Auch, weil der Unparteiische aus der Rudelbildung heraus nicht erkennen konnte, wer Schirosi tatsächlich umgeschubst hatte. Noch nach Abpfiff brachte diese Szene Hamm-Übungsleiter Sidnei Marschall auf die Palme. „In der ersten Halbzeit gab es zwei, drei Szenen, wo der Schiedsrichter aus meiner Sicht die falsche Entscheidung getroffen hat. Meiner Meinung nach, wenn der pfeift, dann muss er Rot wegen Tätlichkeit geben.“, wettert 39-Jährige. Zu diesem Zeitpunkt lagen die „Geächteten“ aus dem Hammer Park bereits mit 0:1 zurück. Sven Möller schickte Mattia Maggio auf die Reise, der im ersten Versuch noch an HUFC-Keeper Samuel Graudenz scheiterte. Doch die zweite Welle von Maximilian Drittrich landete dann auf dem Kopf von Maggio (28.) – 1:0 nach einer knappen halben Stunde. Und eben genau diese Frage, ob Gelb oder Rot und wenn ja für wen, wurde von Marschall zur Schlüsselszene des Spiels. Denn: Im Anschluss legten die Hausherren nach – während Hamm noch mit Meckern beschäftigt war. Ausgerechnet Len-Aike Strömer zimmerte den Ball flach in die linke untere Ecke (33.). „Wir haben in der ersten Halbzeit gut mitgespielt. Leider haben wir das Tor nicht getroffen. Dann kam die Szene mit dem Schubser. Nach dem 0:2 sind wir dann komplett aus dem Spiel gekommen und haben dann auch keinen Weg zurück gefunden“, ärgerte sich Marschall nach Spielende.

Erzielte einen Doppelpack gegen die „Geächteten“: Dasse-Stürmer Maggia Maggio (l.). Foto: Heiden

Meckern sollte nach dem Seitenwechsel dann eine ebenso große Rolle spielen. Erneut war Hamm mit Entscheidungen des Schiedsrichters oder Äußerungen der Dassendorfer Bank nicht einverstanden und kassierte im direkten Zusammenhang die Gegentore. Maurizio D’urso holte sich erst Gelb für ein Scharmützel mit der Dassendorf-Bank ab, verlor dann den Ball an Pascal Nägele und dieser bediente Maximilian Dittrich. Dessen Schuss mit dem linken Fuß schlug rechts unten im Eck ein (66.). Es dauerte keine 120 Sekunden, da legten die Richter-Kicker zudem nach. Rinik Carolus blieb zunächst im Strafraum mit seinem Abschluss hängen, doch der zweite Ball landete vor den Füßen von Mattia Maggio. Dieser fackelte aus 18 Metern Entfernung nicht lange und erhöhte auf 4:0 (68.). Kurz vor Schluss gerieten dann erneut beide Bänke aneinander. Nach einem härteren Einsteigen bezeichnete Dassendorfs Co-Trainer Benjamin Kruk die HUFC-Kicker als „Holzfüße“, was Hamm-Coach Sidnei Marschall mit einem „Halt die Fresse“ konterte. Der 39-Jährige später: „Die andere Szene war, dass der Co-Trainer von Dassendorf beim Stand von 4:0 meine Spieler als „Holzfüße“ beleidigt. Da soll er einfach die Klappe halten, das gehört nicht auf den Platz. Wenn jemand meine Spieler beleidigt, dann kann ich auch mal was sagen. Ich würde sowas nie sagen.“ TuS-Trainer Jean-Pierre Richter, der seinen Vertrag am Wendelweg gerade verlängerte, konterte abschließend: „Ich habe die Szene selber nicht gesehen, aber ich finde es etwas wild, dass unser Co-Trainer das jetzt zugeschrieben wird. Auch die andere Bank war kein Kind von Traurigkeit. Wenn wir unsportlich waren und der Schiedsrichter das sieht, dann muss er das ahnden. Ich weiß nicht, ob er die Aktion überhaupt zuordnen konnte. Im Nachgang hat man gesehen, dass Len nicht der Übeltäter war.“

Foto: Heiden

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.