Mittwoch, 17. Oktober 2018
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Aus 0:1 mach 3:2: Glorreiche Minuten reichen T05

Sieben glorreiche Minuten für Pokal-Runde vier: Teutonia 05 ließ sich bei Inter 2000 vor 100 Fans lange bitten, setzte sich am Ende aber dennoch mit 3:2 durch. Coach Sören Titze zeigte sich nach dem Abpfiff zwar erleichtert, fand aber dennoch deutlich Worte zum Auftritt seiner Schützlinge.

Das 1:0: Habib Zagre feiert mit dem Team die Führung, die sehr lange anhielt. Foto: Heiden

„Ich hatte es nicht vor spannend zu machen, aber am Ende wurde es noch zu einem Pokal-Fight“, bilanzierte T05-Coach Sören Titze und traf es damit voll und ganz auf den Punkt. Denn: In der ersten Halbzeit zeigten sich seine Teutonen nahezu nicht auf dem Platz und kurz vor Schluss lief ihnen dann die Zeit davon. Aber der Reihe nach. Inter 2000 startete besser in die Partie, wirkte von Beginn an frischer. Und umso weniger überraschte es, dass die Gastgeber bereits nach etwas mehr als einer Viertelstunde in Führung gingen. Lahmann-Lammert räumte auf dem rechten Flügel Barima Balde ab, Referee Martin Ghafury sprach der Topbas-Elf einen Freistoß zu. Ballester Martinez schlug die Pille dann auf den ersten Pfosten, wo die Gäste die Kugel nicht geklärt bekamen. Der Ball landete auf dem Schädel von Habib Zagre, der das Leder im Tor unterbringt (17.). „Mit der ersten Halbzeit war ich überhaupt nicht zufrieden. Unsere Passgenauigkeit war unter 50 Prozent – und das ist noch nett von mir. Das war desolat“, ärgerte sich Titze im Anschluss, der erst mit der Hereinnahme von Michael Meyer und Noor Al Tamemy nach der Pause mehr Schwung ins Spiel seiner Mannen brachte. Und damit startete dann auch die Aufholjagd. Den Anfang machte eben jener Meyer, der den Einschlag nach einer knappen Stunde bereits knapp verpasste (60.). Doch auch der Landesligist hätte die Partie zu seinen Gunsten entscheiden können. Rodrigues Padinha schickte Braima Balde auf die Reise, der alleine vor Svaraka auftauchte. Doch der ehemalige AFC-Kicker zeigte Nerven und spielte die Kugel am Pfosten vorbei (73.), ließ die ganz große Chance liegen.

Hatte lange wenig zu feiern, konnte dann aber doch noch jubeln: Sören Titze. Foto: Heiden

Und so reichte Teutonia eine glorreiche Schlussphase, um in die nächste Runde einzuziehen. Niklas Holz schlug eine perfekte Flanke in den Sechzehner, wo Aytac Erman goldrichtig stand und den Ball aus kurzer Distanz per Kopf in die Maschen beförderte (82.). Der späte Ausgleich – und T05 drehte auf. Keine 60 Sekunden später war es dann der eingewechselte Al Tamemy, der aus 22 Metern das 2:1 für die Titze-Elf besorgte (83.). Quasi mit dem Schlusspfiff war es dann erneut Al Tamemy, der das Ergebnis noch auf 3:1 in die Höhe schraubte (89.). Der 2:3-Anschluss von Zagre kurz vor Schluss kam zu spät. „So wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, so hatte ich mir das von Anfang an vorgestellt“, freute sich Titze im Anschluss, der dennoch mahnte: „Alle haben nach der Pause eine Schippe rauf gelegt und den Hebel umlegen können. Da hatten wir Glück, ansonsten wäre das erste Saisonziel bereits jetzt futsch gewesen.“ Ausreden wollte der 33-Jährige dennoch nicht gelten lassen. Titze: „Es darf nicht möglich sein, dass jemand über den Gegner oder deren Spieler überrascht ist – gerade wenn der Trainer ihn noch darauf hinweist. Das lasse sich nicht zählen.“ Inter-Coach Sercan Topbas gab zu Protokoll: „Es hätte auch gut und gerne 2:0 stehen können. Wir haben in der ersten Halbzeit super gespielt, Teutonia nicht eine Chance gelassen. Leider haben wir nicht auf 2:0 erhöht. Am Ende haben wir durch die individuellen Fehler verloren“, so Topbas, der abschließend ergänzte: „Der Ausgleich hat uns schon zugesetzt, weil wir in der Phase des Spiels nicht damit gerechnet waren. Aber im Großen und Ganzen war es eine gute Leistung.“

Foto: Heiden

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 19-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.