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Bundesliga

Jatta-Doppelpack: HSV fegt Osnabrück 5:0 weg

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Foto: imago images / osnapix

Zurück am Platz an der Sonne! Der HSV ist seit Montagabend wieder Spitzenreiter in der 2. Liga. Durch einen 5:0-Heimsieg gegen den VfL Osnabrück eroberten die Rothosen die Tabellenführung zurück. Einen Sahnetag aus Hamburger Sicht erwischte dabei erneut Wirbelwind Bakery Jatta.

Die Vorzeichen vor dem Spiel waren vor allem für Daniel Thioune besonders. Am Montagabend empfing der 46-Jährige mit den Rothosen seinen Ex-Klub VfL Osnabrück im Volksparkstadion. Satte sieben Jahre, von 2013 bis 2020, arbeitete der Fußballehrer an der Bremer Brücke, ehe er im vergangenen Sommer nach Hamburg wechselte. „Wir wollen den Gegner stressen und den Druck hochhalten, damit sie nicht in ihre Abläufe kommen“, hatte Thioune trotzdem gegen die alten Kollegen angekündigt. Dafür vertraute der HSV-Coach auf dasselbe Personal wie beim 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg. Stürmer Lukas Hinterseer befand sich zudem, wegen eines anstehenden Wechsels nach Südkorea, nicht im Aufgebot der Rothosen. Die Hamburger legten in der Folge mutig los, Osnabrück ließ den Rothosen dafür allerdings auch den nötigen Raum. Allerdings brauchten die Hausherren knapp eine Viertelstunde, ehe es zum ersten Torabschluss kam. Dann eroberte Josha Vagnoman den Ball in der Vorwärtsbewegung der Osnabrücker, bediente David Kinsombi am Strafraum und dieser leitete den Ball weiter zu Sonny Kittel. Dieser fackelte nicht lange und schob den Ball in den rechten oberen Knick (16.). Die Führung des HSV ging bereits zu diesem Zeitpunkt in Ordnung, auch wenn die Rothosen sich bis dato kaum große Chancen erarbeitet hatten. Keine 120 Sekunden nach dem 1:0 hätte sich Grote-Elf dann beinahe zusätzlich geschwächt. Niklas Schmidt spielte den Ball zurück auf das eigene Tor, sah nicht dass sein Keeper Philipp Kühn neben dem Tor stand und dieser konnte nur noch mit einer beherzten Grätsche das Eigentor verhindern (18.).

Jatta vollstreckt vor der Pause und trifft zur Vorentscheidung

In der Folge ließen die Hamburger zwar mehr zu, größere Gelegenheiten konnten sich die Osnabrücker aber nicht erarbeiten. Kurz vor dem Pausentee waren es dann erneut die Thioune-Kicker, die eiskalt zuschlugen. Jeremy Dudziak flankte von links scharf in den Fünfmeterraum, Kühn ließ den Ball nach vorne abklatschen und die Pille landete vor den Füßen von Bakery Jatta. Der Gambier ließ sich nicht zwei Mal bitten und vollstreckte direkt unter den Querbalken (41.). Mit diesem Zwischenstand, der 2:0-Führung für die Rothosen, ging es dann auch zurück in die Kabinen. Wie schon der erste Durchgang begann dann auch die zweite Hälfte mit einem Einstand nach Maß für die Hamburger. 180 Sekunden waren die zweiten 45 Minuten alt, als Sonny Kittel einen Eckball von rechts in die Mitte brachte, Bakery Jatta sich in die Luft schraubte und den Ball dann per Kopf in den Maschen versenkte (48.). Die kleine Vorentscheidung nur kurz nach dem Seitenwechsel und ein echter Nackenschlag für die Gäste aus Osnabrück. Diese hatten bis dato noch nicht einmal wirklich gefährlich auf den Kasten der Rothosen geschossen, agierten mehr als unglücklich aus Sicht von VfL-Trainer Marco Grote. So auch in der nächsten Szene, als die Hamburger das Ergebnis weiter in die Höhe schraubten. Simon Terodde ließ ein Heyer-Zuspiel gut in die Tiefe klatschen, machte so den Weg für Josha Vagnoman frei und dieser vollstreckte aus spitzem Winkel zum 4:0 für den HSV (54.). Aus VfL-Sicht wurde es immer bitterer.

HSV weiter gnadenlos effektiv – Thioune wechselt ordentlich

Von dem vierten Gegentreffer wohl aus dem Schlaf gerüttelt kamen die Gäste nur kurz darauf aber zu ihrer besten Gelegenheit im Spiel. Sebastian Kerk spielte den Ball scharf in den Fünfmeterraum der Rothosen, Christian Santos stand in der Mitte komplett blank, setzte seinen Abschluss aber über den Querbalken (57.). Trotz der deutlichen Führung spielten die Hamburger aber weiter nach vorne und legten, unter Mithilfe der Gäste, einen weiteren Treffer nach. Kittel flankte den Ball in die Box, Maurice Trapp wollte den Ball vor dem einschussbereiten Simon Terodde verteidigen und so fälschte der VfL-Kapitän das Spielgerät unglücklich mit dem Hinterkopf in das eigene Tor ab (61.). Mit der komfortablen Führung im Rücken tauschte HSV-Coach Thioune in der Folge ordentlich durch, brachte Bobby Wood, Khaled Narey, Manuel Wintzheimer, Aaron Hunt und Amado Onana auf den Platz. Viel mehr passierte im Volkspark ansonsten nicht mehr. Die Rothosen verwalteten die deutliche Führung bis zum Schluss, ohne noch weitere nennenswerte Torchancen zu verbuchen. So blieb es am Ende der 90 Minuten bei dem 5:0-Sieg für den HSV, der den Rothosenerneut die Tabellenführung in der 2. Bundesliga einbrachte.

Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.