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Kolumne

Klookschieter: Druck beim VfL – Die Regio-Teams

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Klookschieter

Klookschieter, auf hochdeutsch Klugscheißer: In unserer Kolumne fasst unser Chefredakteur Niklas Heiden sein wichtigstes Thema der vergangenen letzten Woche zusammen. Heute im Blickpunkt: Die erste Bilanz des VfL Pinneberg und die drei „Hamburger“ Regionalliga-Teams.

58 Gegentore nach zwölf Spielen beim VfL Pinneberg sprechen eine deutliche Sprache. Aber um gleich allen VfL-Anhängern die Sorge zu nehmen: Wie ich es schon einmal sagte, wird der VfL kein zweites Lurup. Die kassierten in 34 Spielen satte 252 Gegentore und holten nur einmal ein Remis. Das Pinneberg keine 194 Gegentore in dieser Saison mehr kassiert, da bin ich mit relativ sicher. Ich frage mich allerdings, bei welcher Mannschaft der VfL ein Remis, geschweige denn einen Sieg holen will? Bezeichnend war für mich am Samstag der Auftritt mein SV Curslack-Neuengamme. Das es sportlich kaum etwas zu holen geben würde, war fast klar. Auch wenn ich persönlich dem VfL eine Überraschung zugetraut hätte. Aber das alle Spieler während des Spiels nicht mehr auf der Ersatzbank warten, sondern lieber zum Klönen zu den Zuschauern gehen, zeigt eindeutig das Problem dieser „Mannschaft“. Keiner von diesen Spielern hat Oberliga-Niveau und hat dort auch noch nie gespielt. Zudem fehlt den Kickern das Fingerspitzengefühl für die Situation. Man kann doch nicht einfach auf die andere Seite gehen und nach seiner Auswechslung mit den Zuschauern quatschen, während seine Teamkollegen auf dem Feld einen nach dem anderen eingeschenkt bekommen. Ziemlich unprofessionell. Aber dieses Verhalten scheint auch beim Training der Pinneberger an der Tagesordnung zu sein. Wie Bethke mir nach dem Spiel erzählte, hat er unter der Woche nur rund sieben Spieler beim Training gehabt. So kann und wird man in dieser Saison keinen Punkt holen. Man kann es Bethke fast wünschen, dass es nicht so kommt. Denn ich habe jedenfalls noch nie von so einem Fall in der Oberliga Hamburg gehört. Eilbek-Andi, bitte übernehmen Sie den Statistik-Teil.

So durchwachsen ist auch die Leistung der drei „Hamburger“ Teams in der Regionalliga Nord aktuell. Und bevor ich jetzt wieder Hassnachrichten bekomme, dass Norderstedt nicht zu Hamburg gehört. Ja, ich weiß es. Für mich zählen sie trotzdem zu den Hamburger Vertretern. Schnauze. Aber zurück zum Thema. So wirklich toll sieht das bei allen drei Mannschaften nicht aus. Okay, Norderstedt hat am vergangenen Wochenende gewonnen, aber bei Lupo Martini Wolfsburg kann man auch mal einen Dreier einfahren. Und gerade von der Eintracht hätte ich in dieser Saison schon etwas mehr erwartet. Immerhin hat man sich mit Nick Brisevac schon ziemlich ordentlich verstärkt, auch wenn man Linus Meyer abgeben musste. Für mich war das zu Saisonbeginn einer der Kader, die ich deutlich weiter oben gesehen habe. So kann man sich irren. Die U23 von St. Pauli hat gegen den VfL Wolfsburg ganz eindeutig gezeigt, dass das Team dem Druck da oben noch nicht Stand halten kann. Das ist kein Beinbruch, muss man aber ganz klar so feststellen und festhalten. Und auch die U21 des HSV hatte sich in Jeddeloh sicherlich mehr als nur einen Punkt als Ausbeute ausgerechnet. Aber gerade die Rothosen haben in dieser Saison ja eine Schwäche dafür, vorne die Tore nicht zu machen und sie dafür lieber hinten zu schlucken. Kann der berühmte jugendliche Leichtsinn sein. Für mich persönlich ist es aber nur Blödheit und hat etwas mit Konzentration zu tun. Ganz einfach. Alles in allem ist bei allen drei Teams für mich noch viel Luft nach oben, denn ich traue allen einen oberen Tabellenplatz am Saisonende zu. Kann man direkt mal das Tempo anziehen.

Foto: KBS-Picture

Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.