Montag, 22. Juli 2019
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Möller donnert „Dasse“ spät an die Hoheluft

Die Mission Titelverteidigung lebt weiter: Die TuS Dassendorf setzte sich am Sonnabend mit 1:0 gegen den SC Victoria Hamburg durch. Vor 479 Zuschauern zog die Richter-Elf durch einen späten Treffer von Sven Möller ins Finale ein. Für „Dasse“-Trainer Richter eine ganz besondere Rückkehr.

Um jeden Zentimeter wurde gekämpft: Barnco (r.) im Duell mit Henrik Dettmann. Foto: KBS-Picture

Es läuft die 89. Spielminute, als die TuS Dassendorf 18 Meter vor dem Tor des SC Victoria einen Freistoß zugesprochen bekommt. Sven Möller legte sich den Ball zurecht, nahm ein paar Schritte Anlauf und schweißte die Kugel dann mit einem echten Hammer in die linke untere Ecke ein (90.). Es war der Siegtreffer für die Dassendorfer, die sich in einem sehr umkämpften und gleichzeitig hochklassigem Spiel den Einzug ins Oddset-Pokalfinale sicherten. Zwar hatten die Richter-Schützlinge schon in der ersten Halbzeit Vorteile, konnten diese aber nicht un Tore ummünzen. Die Gäste von der Hoheluft hingegen hätten bereits nach 180 Sekunden führen können, wenn nicht sogar müssen. Dennis Bergmann wurde auf die Reise geschickt, war überraschend völlig frei durch und tauchte alleine vor „Dasse“-Keeper Christian Gruhne auf. Doch dem 25-Jährigen versagten die Nerven, Gruhne konnte den Abschluss entschärfen. Allerdings musste SCV-Trainer Fabian Boll, wie schon vor dem Spiel, verletzungsbedingt seine Formation umbauen. Vor dem Spiel brach Vincent Ermisch weg, nach einer halben Stunde musste dann auch Ersatz Yannick Siemsen vom Platz. Für ihn kam Henry Lange in die Partie. Ansonsten nahmen sich beide Teams nicht viel. Die Partie war sehr taktisch geprägt, keiner wollte den ersten Fehler machen. Kurz vor dem Pausentee schreckten die 479 Zuschauer dann doch noch einmal auf. Sven Möller setzt einen Freistoß aus 20 Metern nur gegen den linken Pfosten. Er sollte es nur wenige Minuten später deutlich besser machen. Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie dann mehr und mehr, jedenfalls was die Chancen anging.

Muss diesen Ball schon machen: Dassendorfs Sven Möller scheitert an Lohmann. Foto: KBS-Picture

Ansonsten blieb das Spiel weiterhin auf einem fußballerisch hohen Niveau. Glück hatten die Gäste dann nach über einer Stunde, der Mattia Maggio die Flanke des eingewechselten Pascal Nägele über den Querbalken setzte (69.). Und auch kurz vor dem Siegtreffer ließen die Hausherren die Chance auf die Führung liegen, sie sie dann in der Schlussminute erzielten. Sven Möller war durch, tauchte alleine vor Lohmann auf und fand in dem Vicky-Schlussmann aber seinen Meister (86.). Drei Minuten später durften die Wendelwegler dennoch jubeln und zogen so ins Finale des Oddset-Pokals ein. „Ich war mir schon sicher, weil es so dicht dran war. Ich musste in die Torwart-Ecke schießen. Das war dann natürlich ein geiles Gefühl“, erklärte Möller und fügte an: „Ich finde, wir haben ein gutes Spiel gemacht. Vicky wurde dann zur zweiten Halbzeit etwas besser. Aber vielleicht muss ich den ersten schon machen.“ Vicky-Trainer Fabian Boll zeigte sich nach Abpfiff zwar enttäuscht, will aus dem vergebenen Finale „Dahoam“ aber neue Kraft schöpfen: „Das wir hier so kurz vor Schluss so ausscheiden, ist natürlich bitter. Trotzdem ziehe ich den Hut vor der Leistung. Das Finale nun nicht im eigenen Stadion spielen zu dürfen, ist hart. Vielleicht kriegen wir so den Punch wie Bayern damals, das Finale nächstes Jahr zu packen.“ TuS-Trainer Jean-Pierre Richter bilanzierte: „Das ist einer der schönsten Ostersamstage, die man sich wünschen kann. Für mich persönlich ist es heute auch ein Wahnsinn, im gefühlt eigenen Stadion das Finale bestreiten zu dürfen.“

Foto: KBS-Picture

Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.