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Bundesliga

Nur 0:0 gegen Fürth: HSV-Chancenwucher im Spitzenspiel

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Foto: KBS-Picture

Ein Punkt für die Tabelle, zwei verlorene im Aufstiegskampf! Der HSV kam im Heimspiel gegen Greuther Fürth nicht über ein torloses Remis hinaus. Die Rothosen ließen zahlreiche Chancen ungenutzt. Selbst eine umstrittene rote Karte in Halbzeit zwei verhalf dem HSV nicht zum Sieg.

Ohne den verletzten Jeremy Dudziak startete der HSV in das Heimspiel gegen Greuther Fürth. Am Abend zuvor hatten die Rothosen die Tabellenführung an Holstein Kiel verloren. Dementsprechend groß war der Fokus beim Team von Daniel Thioune, sich diesen Platz zurück zu holen. Aaron Hunt rutschte als einziger neuer Spieler in die Startelf, ansonsten vertraute Thioune denselben Kickern, die in der Vorwoche 3:3 bei Erzgebirge Aue gespielt hatten. Sein Kader-Debüt feierte zudem Robin Meißner, der erstmals bei den Hamburgern im Profi-Kader stand. Die ersten Minuten im Volkspark gehörten dann auch den Hausherren, die von Beginn an den Weg nach vorne suchten. Die erste bessere Gelegenheit ließen die Rothosen nach acht Minuten liegen. Nach einer guten Umschaltsituation wurde Sonny Kittel im Strafraum bedient, der uneigennützig noch einmal querlegen wollte. Ein Abschluss wäre aber die bessere Wahl gewesen, so konnte das Kleeblatt klären. Fürth brauchte eine gewisse Zeit, um in die Begegnung zu finden. Nach einer Viertelstunde meldeten sich aber auch die Leitl-Schützlinge zum ersten Mal zu Wort. Havard Nielsen probierte es mit einem Flachschuss, stellte Sven Ulreich aber nicht vor allzu große Probleme (15.). Immer wieder kombinierten sich die Hamburger in der Anfangsphase in und an den Strafraum der Gäste, der letzte Pass war oftmals dann aber zu ungenau. Vor allem Fürth fand dadurch in der Folge mehr in das Spiel, ohne aber gefährlich zu werden. Chancen waren Mangelware.

Sonny Kittel versuchte den Ball hier an Fürth-Keeper Sascha Burchert vorbei zu legen. Foto: KBS-Picture

Ernst fliegt fraglich vom Platz – Bauer rettet noch vor der Linie

Das änderte sich erst wieder kurz vor dem Pausentee, als die Thioune-Elf die Schlagzahl und damit den Druck auf die Kleeblatt-Defensive wieder erhöhte. Von links brachte dann Sonny Kittel den Ball in die Mitte, Simon Terodde pflückte sich die Kugel aus der Luft und zog aus der Drehung ab. Doch ein Fürther warf sich im letzten Moment dazwischen und entschärfte die Situation (40.). Und da auch die Gäste die weiteren fünf Minuten keinen Ball mehr auf das HSV-Tor brachten, ging es mit dem 0:0 zurück in die Kabinen. Wie schon im ersten Durchgang blieben die Rothosen auch nach dem Seitenwechsel das aktivere Team und ließen nur acht Minuten nach Wiederbeginn eine gute Chance liegen. Tim Leibold probiert es aus halblinker Position, legte den Ball aber nur gegen das Außennetz (53.). Kurz darauf wurde es knifflig für Schiedsrichter Sascha Stegemann. Sebastian Ernst, bereits mit Gelb verwarnt, kam in einem Zweikampf mit Hunt zuerst an den Ball, berührte den Hamburger dann aber unglücklich am Fuß. Stegemann fackelte nicht lange und zeigte Ernst die Ampelkarte. Eine extrem harte Entscheidung (57.). Gerade in dieser Phase verzeichneten die Gäste aber mit Nielsen ihre beste Chance, die gerade noch von Gideon Jung entschärft werden konnte (58.). In Überzahl drückte der HSV dann auf die Führung. Über Leibold, Hunt und Kittel landete das Leder sehenswert auf dem Fuß von Terodde, dessen Schuss von Maximilian Bauer im letzten Moment geklärt werden konnte (64.). Eine richtig dicke Gelegenheit.

Die Hamburger setzten Fürth enorm unter Druck. Hier verzieht Stephan Ambrosius. Foto: KBS-Picture

VAR gibt Kinsombi-Tor nicht – Burchert wächst über sich hinaus

Die Chancen für die Rothosen häuften sich in dieser Phase. Nach einem Eckball landete die Pille plötzlich auf dem Schlappen vom aufgerückten Stephan Ambrosius, der das Leder nur knapp rechts am Tor vorbei stocherte (68.). HSV-Coach Thioune reagierte auf den Spielstand und brachte Amadou Onana und Khaled Narey für Gideon Jung und Bakery Jatta (69.). Chancen hatte in dieser Phase weiterhin nur die Hausherren, einzig und allein der Ball wollte nicht über die Linie. So probierte es Terodde aus spitzem Winkel erneut und verfehlte sein Ziel erneut nur knapp (71.). Kurz darauf zappelte der Ball dann im Netz. Nach Ping-Pong im Sechzehner legte Narey den Ball quer, David Kinsombi stand goldrichtig und staubte aus kurzer Distanz ab. Doch der Treffer zählte nicht. VAR Bibiana Steinhaus griff aus Köln ein und erkannte eine Abseitsstellung von Kinsombi. Somit blieb es weiterhin beim 0:0 (76.). Inzwischen ging es nur noch auf ein Tor, Fürth bekam kaum noch Entlastung. Aber sowohl Tim Leibold (81.), als auch Amadou Onana aus der zweiten Reihe konnten den Ball für den HSV nicht im Tor unterbringen (83.). Zum großen Schreckgespenst des HSV entwickelte sich in dieser Phase Fürth-Keeper Sascha Burchert, der einen weiteren Schuss von Narey aus dem Winkel fischte (87.). Ein Chancen-Festival.

Sascha Burchert (li.) freut sich zusammen mit Maximilian Bauer über den Punktgewinn von Fürth. Foto: KBS-Picture

Thioune bringt Wintzheimer als Joker – Partie endet torlos

In der Schlussminute tauschte Thioune dann erneut, um den Sieg doch noch erzwingen zu können. Manuel Wintzheimer kam noch einmal ins Spiel, Aaron Hunt ging dafür vom Platz. 180 Sekunden blieben den Rothosen zu diesem Zeitpunkt noch, doch noch einen Dreier eintüten zu können. Doch Fürth spielte die letzten Minuten sehr clever runter, erarbeitete sich erst einen Eckball und dann einen Freistoß in der Hälfte des HSV und ließ so die Uhr weiter herunterlaufen. Eine Gelegenheit sollten die Rothosen aber noch bekommen. Tim Leibold war es aus 16 Metern zentraler Position, der den Ball rechts am Tor vorbei setzte (90.+3). So blieb es nach Ablauf der Spielzeit beim torlosen Remis im Volkspark, was sich für den HSV eher als Niederlage anfühlen dürfte. Allerdings eroberten die Hamburger durch den Punkt die Tabellenführung zurück. „Für uns ist das Ergebnis nicht zufriedenstellend. Wir haben es leider nicht geschafft, dass 1:0 zu machen. Wir hatten die Chancen und waren nicht so effektiv wie die letzten Wochen. Den einen oder anderen hält der Torwart auch überragend. Wir hatten das Glück heute nicht auf unserer Seite“, ärgerte sich Aaron Hunt nach Abpfiff. Dennoch betonte der HSV-Kicker, dass noch nichts entschieden sei: „Es ist alles sehr eng beieinander. Es wird ähnlich wie in den letzten Jahren bis zum Schluss knapp bleiben.“ Zur Szene mit der Gelb/Roten Karte fügte Hunt abschließend an: „Ich habe es selber nicht gesehen. Ich kann nur sagen, dass er mich trifft. Die Schiris haben sich das angesehen und dann entschieden. Ob es nun eine berechtigte Karte war oder auch nicht, das kann ich nicht sagen.“

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.